Honorare

GKV prognostiziert Praxisärzten dickes Einkommensplus

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat berechnet, dass niedergelassenen Ärzten 2010 ein dickes Plus bei ihrem Einkommen in Haus steht. Danach soll jeder Praxisinhaber durchschnittlich 164.000 Euro verdienen.

Medienberichten zufolge hatten interne Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes ergeben, dass der durchschnittliche Reingewinn der niedergelassenen Ärzte im Vergleich zu 2007 22.000 Euro, beziehungsweise 15 Prozent höher sei als 2007. Gegenüber 2003 ergebe sich sogar ein Plus von 30 Prozent beim Arzteinkommen, zitierte die Frankfurter Rundschau die GKV-Zahlen. Vergleichsweise seien das Gehalt (brutto) der angestellten Ärzte in diesem Zeitraum lediglich um ungefähr fünf Prozent gestiegen.

Für die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KVRLP) sind diese Aussagen die „übliche Polemik der Krankenkassen, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken“. So könne bei der rheinland-pfälzischen Ärzteschaft keinesfalls von gravierenden Einkommenssteigerungen die Rede sein, stattdessen gebe es hier seit Jahren eine nachgewiesene Unterdeckung von 30 Prozent.

KV-Chef Günter Gerhardt bezeichnete die aktuelle Diskussion über die Arzthonorare in 2011 in Verbindung mit der Wirtschaftskrise als „einfalls- und verantwortungslos“. Hier werde mit Zahlen jongliert, die der Realität so nicht entsprechen. „Durch die Honorarreform in 2009 konnte in Rheinland-Pfalz lediglich ein Zuwachs von 4,5 Prozent zum Vorjahr erreicht werden“, verwies Gerhardt. Seiner Aussage nach beruhen die bundesweit höheren Durchschnittszahlen vor allem auf einer Angleichung der Ärzte-Honorare in den neuen Bundesländern.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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