Über pflichtversicherte Ehepartner

Wie niedergelassene Ärzte von der Riester-Rente profitieren können

Selbst wenn es keiner glauben will: Auch Niedergelassene können von der Riester-Rente profitieren – über ihre pflichtversicherten Ehefrauen, ohne einen einzigen Cent zu investieren. Wir erklären, wie’s geht.

Riestern ist in. Ärzte, die in einer berufsständigen Versorgungseinrichtung versichert sind, gehen leer aus. Aber wenn etwa die Ehefrau in der Praxis pflichtversichert mitarbeitet, können beide die Riester-Zulage erhalten. Wenn die Ehefrau eines Niedergelassenen einer pflichtversicherten Tätigkeit nachgeht – in der Praxis oder extern – bekommen beide die Zulagen; die Steuervorteile stehen aber nur der Ehefrau zu. Daran sind natürlich eine Reihe von Bedingungen geknüpft: Die Eheleute müssen zusammen veranlagt werden und beide müssen einen eigenen „Riester-tauglichen“ Sparvertrag haben.

In der Praxis funktioniert das etwa so: Die Ehefrau arbeitet als Helferin mit und schließt einen Riester-Vertrag mit einem Mindestbeitrag von drei Prozent (2008: vier Prozent) ihres Vorjahreseinkommens ab. Das können maximal 1.575 (ab 2008: 2.100) Euro sein. Ihr Mann vereinbart seinerseits einen reinen Zulagenvertrag. Auf beide Verträge fließt die volle Grundzulage von 114 (ab 2008: 185) Euro – und auch eventuell die Kinderzulage von 138 Euro. Ob der Arzt selbst Beiträge entrichtet, spielt für die Höhe seiner Zulage keine Rolle. Wichtig: In den Riester-Vertrag der Ehefrau müssen genug Beiträge eingezahlt worden sein. So kann etwa ein 40-jähriger selbstständiger Arzt mit 65 eine Gratisrente von 282 Euro monatlich bekommen – ohne dass er auch nur einen Cent einbezahlt hätte.

Alternative Basis-Rente. Viele Versicherer wollen allerdings die effizienten Miniverträge nicht haben, weil sie zu kostenträchtig seien, und verlangen einen Eigenbeitrag. Wem das nicht passt, der sollte sich mit der Basis- oder Rürup- Rente anfreunden. Weil nämlich auch der Staat diese Anlagevariante viel stärker fördert – mit Steuervorteilen für Einzahlungen bis 20.000 Euro. Von dieser Sparsumme können in diesem Jahr in der Steuererklärung 64 Prozent als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Allerdings müssen die Beiträge zum ärztlichen Versorgungswerk gleichzeitig angerechnet werden. Nachteil der Rürup-Rente: Sie kann nicht vererbt, übertragen, verkauft oder beliehen werden. Auch eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich.

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