Höhere Grunderwerbssteuer treibt Kosten

Nach Angaben des Immobilienverbandes Deutschlands (IVD) beträgt der Grunderwerbssteuersatz seit 1997 bundesweit 3,5 Prozent des Kaufpreises. Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt haben die Grunderwerbsteuer bereits auf 4,5 Prozent angehoben, in Brandenburg plant die Landesregierung eine Anhebung auf fünf Prozent. „Wenn die Grunderwerbsteuer um anderthalb Prozent steigt, bedeutet das einen Anstieg der Kaufnebenkosten um rund zehn Prozent“, erklärt Dirk Wohltorf, Vorsitzender des Regionalverbandes Berlin-Brandenburg im IVD. Für viele werde der Schritt ins Eigentum aufgrund der Steuererhöhung noch schwieriger. Eine höhere Grunderwerbsteuer führe laut IVD nicht zwangsläufig zu höheren Steuereinnahmen. Vielmehr könne es aufgrund der schwächeren Nachfrage zu Steuerausfällen kommen.

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zur Förderung des Wohneigentums bekannt. „Stattdessen wird der Immobilienerwerb in einigen Bundesländern unnötig erschwert“, kritisiert Wohltorf. Der IVD fordert daher, dass Erstkäufer von selbst genutzten Immobilien von der Grunderwerbsteuer freigestellt werden.

A&W-Tipp

Wenn Sie einen Immobilienkauf planen, informieren Sie sich, ob auch in Ihrem Bundesland die Grunderwerbssteuer angehoben werden soll. Beispielsweise gibt es in Bremen Überlegungen, die Steuer zum Jahresanfang 2011 auf 4,5 Prozent zu erhöhen.

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