Aktuelles Urteil

Lebensversicherungen: Hoffnung auf mehr Geld

Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) hat alte Lebensversicherungsklauseln mit undurchsichtigen Rückkaufswerten gekippt. Für Verbraucher, die Lebensversicherungen abgeschlossen haben, bedeutet das Urteil Hoffnung auf mehr Geld.

Gegenstand der Ende Juli in Hamburg entschiedenen Verfahren sind die zwischen 2001 bis 2007 von vielen Versicherungsunternehmen verwendeten Klauseln zur Kündigung, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug. Die beanstandeten Verträge umfassen Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen und fondsgebundene Rentenversicherungen. Auf eine Klage der Verbraucherzentrale Hamburg (VZ HH) hin hat das OLG in vier Urteilen gegen die Versicherer Deutscher Ring, Ergo (früher Hamburg-Mannheimer), Generali (früher Volksfürsorge) und Iduna diese Klauseln für unwirksam erklärt. Sie seien intransparent und damit unwirksam, so die Richter.

Die Urteile haben nach Meinung der VZ HH Grundsatzbedeutung für die gesamte Versicherungswirtschaft. „Versicherte, die vor Ablauf aus ihren Verträgen ausgestiegen sind und die Policen gekündigt hatten, haben nun die Chance auf einen Nachschlag“, sagten die Verbraucherschützer. Gerade Kunden, die noch nicht lange in die Policen einsparen, könnten pro Vertrag einiges an Geld verlieren. „Das wird durch die Urteile zwar nicht beseitigt, wohl aber gemildert“, so die VZ HH. Wer kündige, könne etwa die Hälfte des eingezahlten Geldes zurück fordern. Liege die Kündigung schon länger zurück, sei ein Nachschlag fällig. „Überdies ist ein Stornoabzug nicht mehr erlaubt“, erklärten die Verbraucherschützer.

A&W-Tipp
Betroffene sollten sofort ihre Ansprüche anmelden. Die Versicherer werden die Kunden nicht von sich aus informieren, sondern das Problem aussitzen wollen. Die Verbraucherzentrale hält einen Musterbrief für Erstattungsansprüche und weitere Informationen parat.

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