Honorarreform bringt Ärzten 924 Millionen Euro mehr

Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2008 haben Vertragsärzte zwischen Januar und Juli 2009 durchschnittlich 6,4 Prozent mehr Honorar erhalten. Aber nicht jeder hat davon profitiert.

Laut einer aktuellen KBV-Bilanz stieg die ärztliche Gesamtvergütung in Deutschland durch die Honorarreform um rund 924 Millionen Euro. Doch nicht alle KVen und Arztgruppen profitierten von den Zuwächsen: Während beispielsweise die KVen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hamburg überdurchschnittliche Zuwächse erzielt haben, mussten die KVen in Baden-Württemberg und Bayern ein Minus von 4,1 Prozent beziehungsweise 0,5 Prozent verkraften.

Auf Ärzteseite sind vor allem Orthopäden die großen Verlierer der Honorarreform: Sie verzeichneten durchschnittliche Einbußen von 3,4 Prozent. Wesentlich besser erging es dagegen den Internisten ohne Schwerpunkt sowie den Nervenärzten. Sie erzielten durchschnittliche Honorarsteigerungen von 30,7 Prozent beziehungsweise 23,7 Prozent.

Die KBV führt diese Unterschiede einerseits darauf zurück, dass einige KVen mehr Geld für freie Leistungen gezahlt haben, als sie zurückgestellt hatten. Deshalb verhandeln KBV und Krankenkassen im Bewertungsausschuss jetzt darüber, die freien Leistungen künftig in der Menge zu begrenzen. Andererseits sei die Gesamtvergütung in der KV Bayerns und der KV Baden-Württemberg infolge der Bereinigung um Leistungen aus Hausarztverträgen gesunken.

 

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