Übergangsfrist ausgelaufen

IBAN wird Pflicht

Die Schonfrist ist vorbei: Ab sofort ist die Nutzung der 22-stelligen IBAN (International Bank Account Number) für alle Bankkunden in Deutschland Pflicht. Kontonummer und Bankleitzahl sind damit endgültig Geschichte.

Als „Nummern-Ungeheuer“ und „Bürokratie-Irrsinn“ wurde das neue SEPA-Verfahren mit der langen Zahlenreihe kritisiert. Ursprünglich war es dazu gedacht, Transaktionen vom und ins Ausland zu vereinfachen. Künftig ist die IBAN auch bei inländischen Überweisungen Pflicht.

Die IBAN-Nummer setzt sich aus Kontonummer, Bankleitzahl, Ländercode (DE) und einer zweistelligen Prüfzahl zusammen. Wer sich schon diese 22 Ziffern nicht merken kann, hat trotzdem noch Glück gehabt: Andere Länder muten ihren Bankkunden sogar eine Kette von bis zu 34 Ziffern zu.

Firmen hatten ein Jahr, Verbraucher zwei Jahre Zeit, sich an das neue Verfahren zu gewöhnen. Diese Übergangszeit wurde als „Kann“-Option eingeräumt und von den meisten Banken auch tatsächlich angeboten. Doch die Schonfrist ist jetzt vorbei: Bei Überweisungen und Lastschriften muss ab sofort die IBAN-Nummer angegeben werden.

Kleiner Trost für alle: Alte Daueraufträge und gespeicherte Überweisungsvorlagen werden von den Banken in der Regel automatisch auf das neue Verfahren umgestellt, so dass die Kunden hier nicht extra aktiv werden müssen. Die internationale Bankleitzahl BIC (Business Identifier Code muss ab 1. Februar 2016 nur noch bei grenzüberschreitenden Zahlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums angegeben werden. Bei allen Überweisungen innerhalb Deutschlands muss sie ab sofort nicht mehr auf dem Vordruck ausgefüllt werden.

Wichtig zu wissen: Bei laufenden Daueraufträgen müssen Ärzte nicht tätig werden, diese wurden in der Regel von der Bank selbst schon umgestellt. Alte Überweisungsvordrucke sollte man allerdings nicht mehr benutzen. Sie entsprechen nicht den neuen Anforderungen. Reicht ein Kunde einen Überweisungsauftrag auf dieser Vorlage ein, wird die Buchung nicht ausgeführt. Somit besteht durchaus die Gefahr, dass wichtige Fristen verpasst werden.

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