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Immer weniger Ärzte und Ärztinnen sind selbstständig


Ärztin vor Bildschirm mit MRT-Ergebnissen

Freiberuflichkeit in wirtschaftlicher Selbstständigkeit ist zwar nach wie vor die zentrale Organisationsform ambulanter ärztlicher Versorgung, doch die Zahl der freiberuflichen Ärzte und Ärztinnen nimmt seit Jahren ab. Das bestätigt jetzt eine aktuelle Analyse.

73 Prozent der niedergelassenen Ärzte sind als wirtschaftlich selbstständige Frei­berufler tätig. Darauf weist der Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands (SpiFa) unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Instituts für Fachärztliche Versorgungsforschung (DIFA) hin. Im Vergleich mit den vergangenen Jahren zeigt sich hier allerdings auch eine klare Tendenz: 2008 lag die Quote der Selbstständigen noch bei 86 Prozent.

Die Freiberufler unter den Ärzten werden weniger

Allerding ist die Zahl der Freiberufler im Untersuchungszeitraum 2008 bis 2018 in den einzelnen Fachgebieten unterschiedlich stark zurückgegangen. So waren zum Beispiel 2008 noch 95 Prozent der Hausärzte selbstständig. 2018 waren es statistisch gesehen nur noch 81 Prozent. Besonders hoch fällt der Rückgang bei den Augenärzten aus: Hier fiel der Anteil der Selbstständigen von 90 Prozent im Jahr 2008 auf 65 Prozent im Jahr 2018.

Grund zur Sorge sieht die SpiFa in diesen Zahlen nicht, allen Unkenrufen zum Trotz sei der Großteil der Niedergelassenen weiterhin selbstständig tätig. „Die Werte sind überzeugend und sie stagnieren seit einiger Zeit auf diesem Niveau. Leider stagniert in der ärztlichen Selbstverwaltung das Interesse an diesen wertvollen Freiberuflern, trotz oder gerade wegen derer Leistung in der Corona-Krise! Wir verstehen das nicht und wollen uns gerade zu deren Sprachrohr machen“, so Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa. Man sollte nun dringend darüber nachdenken, wie man im Interesse einer guten Patientenversorgung die wirtschaftlich selbstständigen Strukturen der Haus- und Fachärzte erhalten könne.

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