Geldanlage

Geldanlage: In fünf Schritten zum Vermögen

Viele verlassen sich bei der Geldanlage auf ihre Bankberatung. Nun brachte eine Studie aber ans Licht, dass nur zehn Prozent danach ein passendes Portfolio haben. Bei allen anderen ist es völlig ungeeignet. Wer seine Finanzgeschäfte optimieren möchte, tut gut daran, sie selbst in die Hand zu nehmen. Schon in fünf Schritten können Sie einen ertragreichen Vermögens-Mix aufbauen.

Gutes Investieren ist kein Buch mit sieben Siegeln. Wer die Grundlagen der privaten Finanzplanung beachtet, kann sein Vermögen kontinuierlich aufbauen. Dabei hat es sich bewährt, diese Planung in fünf Bereiche zu unterteilen: die eiserne Reserve, das Sparen auf Anschaffungen, die mittelfristige Einmalanlage, das unbefristete Sparen zur Vermögensbildung und die langfristige Einmalanlage. Alle, die viel Geld haben, können natürlich alle fünf Kategorien auf einmal bedienen. Für alle anderen ist entscheidend, in welcher Reihenfolge sie ansparen, um zum Beispiel bei unerwarteten Ausgaben hohe Kreditzinsen zu vermeiden, die das Vermögen wieder unnötig reduzieren.

Schritt 1: Kurzfristige Geldreserve
Die sollte als Erstes aufgebaut werden, damit man bei unerwarteten Ausgaben keine teuren Dispo- oder Ratenkredite braucht. Für die eiserne Reserve sind zwei bis vier Nettomonatsgehälter ideal. Wer Geld dafür anlegen will, greift am besten auf eine Anlageform zurück, bei der die Kriterien Sicherheit und Verfügbarkeit im Vordergrund stehen. Also besser nicht den Schwankungen der Börse oder hohen Verlustrisiken aussetzen. Da man im Notfall das Geld schnell benötigt, empfiehlt es sich auch, nicht mehr als drei Monate Kündigungsfrist zu haben.

Passende Anlagen: Tagesgeld, kurz laufende Festgelder, Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist, Geldmarktfonds.

Schritt 2: Sparen auf Anschaffungen
Sie wollen in ein paar Jahren ein neues Auto oder eine neue ­Küche kaufen? Dann bildet man Kapital, das erst zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen muss. Die Anlagekriterien dafür unterscheiden sich zur eisernen Reserve. Liquidität ist nicht so wichtig, während der Aspekt Sicherheit eine tragende Rolle spielt. Außerdem sollte man parallel dazu so früh wie möglich beginnen, privat fürs Alter vorzusorgen.

Passende Anlagen: Ratensparpläne der Banken, Tagesgeld-Sparplan und staatlich geförderte Altersvorsorge.

Schritt 3: Mittelfristige Einmalanlage
Bevor Sie Ihr Geld mittelfristig für fünf bis zehn Jahre anlegen, lohnt es sich, über drei Faktoren nachzudenken: Ertrag, Sicherheit und Liquidität. Wie hoch soll die Rendite sein? Hohe Rendite gibt es nur mit einem großen Verlustrisiko. Sind Sie bereit, das einzugehen? Oder wollen Sie lieber eine risikoärmere Anlageform, die mehr Sicherheit bietet? Und wie viele Jahre können Sie auf das Geld verzichten?

Passende Anlagen: Risikoarm sind Sparbrief und Festgeld. Begrenztes Risiko haben börsennotierte Pfandbriefe und Anleihen. Für Risikofreudigere eignen sich Investmentfonds.

Schritt 4: Vermögensbildung und Altersvorsorge
Erst wenn die Finanzierung ungeplanter und gewünschter Anschaffungen abgesichert ist und in die private Altersvorsorge eingezahlt wird, ist der finanzstrategisch richtige Moment, um sich dem freien Vermögensaufbau zu widmen. Ideal ist es, wenn man einen Teil seiner Investition sicher anlegt, um in der Rente regelmäßige Ausschüttungen zur Verfügung zu haben. Den anderen Teil kann man gut zur freien Vermögensbildung verwenden. Da dieses Geld langfristig angelegt wird und kein bestimmtes Anlageziel hat, gibt es mehr Gestaltungsfreiraum –  auch mit risikoreicheren Anlageformen. Dabei kann man sich an einer Faustregel orientieren: Der Prozentsatz risikoreicher Anlagen wie Aktien kann nach der Formel „100 minus Lebensjahre“ berechnet werden. Bei einem 55-Jährigen bedeutet das: Der Aktienanteil sollte bei der freien Vermögensbildung maximal bei 45 Prozent liegen.

Passende Anlagen: Sichere langfristige Sparformen sind Banksparverträge, private Rentenversicherungen und Riester-Sparen. Mehr Rendite gibt es mit Investmentfonds-Sparplänen, fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen, vL-Sparen mit Aktienfonds. Je höher der Anteil an Aktien bei der Fondsmischung, desto höher sind die Kursschwankungen nach oben und unten.

Schritt 5: Langfristige Einmalanlage
Auch hier unterscheidet man, ob das Geld der Altersvorsorge oder dem Vermögensaufbau dient. Für die Vorsorge eignen sich risikoarme Anlagen, während man für die Kapitalbildung auf ­höheres Risiko setzen kann. Gerade bei der Direktanlage in Wertpapiere sollte man am besten über genügend Kapital verfügen, um es auf verschiedene Branchen und Titel verteilen zu können. Wenn nicht, sind indirekte Anlagen wie Investmentfonds oft die bessere Wahl.

Passende Anlagen: Risikoarm sind lang laufende Bundeswertpapiere, Pfandbriefe, offene Immobilienfonds und Rentenfonds, die ihren Schwerpunkt auf risikoarme Staatsanleihen haben. Mehr Chancen und Risiken bieten Investmentfonds, insbesondere Indexfonds (ETFs), Aktienfonds, Direkteinlagen bei Unternehmen, Genussscheine und Aktien.
Buchtipp: „Geldanlage ganz konkret“ von der Verbraucherzentrale, im Internet www.vz-ratgeber.de.
Melanie Hurst

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