Wettbewerbsfähigkeit

Investieren Sie, aber sinnvoll!

Stillstand ist Rückschritt. Und den gilt es zu vermeiden. Mit sinnvollen Investitionen können Hausärzte ihren Praxisertrag aber steigern und ihre Praxis so wettbewerbsfähig machen.

Bei der Analyse des Jahresberichtes des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) zum ersten Praxis-Panel für die Niedergelassenen ist Alarmierendes festzustellen: Die Investitionen in Vertragsarztpraxen sind rücklaÅNufig. Investitionsstau! „Der allgemeine Rückgang der Investitionen in den Arztzeichen ist ein Warnzeichen, das wir im Interesse einer guten ambulanten Versorgungsstruktur sehr ernst nehmen sollten, denn Einzel- und Landarztpraxen sind davon besonders betroffen“, warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Es sei Fakt, dass Praxisinhaber ins besondere in ländlichen Räumen Neu- und Ersatzinvestitionen zurückhalten.

Die KBV setzt sich im aktuellen Honorarstreit auch für investitionsfreundlichere Rahmenbedingungen für die Arztpraxen ein. Bei den Kassen beißen die Vertreter der Ärzte im Bewertungsausschuss bisher auf Granit. Eine Bereitschaft, den Nachholbedarf bei der Finanzausstattung des ambulanten Versorgungsbereichs in der Größenordnung von 3,5 Milliarden Euro abzubauen, ist nicht erkennbar. Die Kassen zeigen kein Interesse, die Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgung zu sichern und weiter auszubauen. Dabei ließe sich mit dem Ausbau der ambulanten Versorgung ein Milliarden-Einsparpotential bei den Krankenhäusern erschließen.

Die Hausärzte müssen ein Interesse daran haben, da nicht ins Hintertreffen zu geraten. Auch wenn seine Praxis heute erfolgreich ist, muss der Hausarzt dafür sorgen, dass das auch in der Zukunft so bleibt. Seine medizinischtechnische Ausstattung muss deshalb regelmäßig unter die Lupe genommen werden; gerade auch mit Blick auf die Praxisausstattung bei Wettbewerbern. Gelingt es, mit Praxisinvestitionen die Leistungsfähigkeit in der GKV-Tätigkeit zu erweitern und zugleich das Umsatzpotential für IGel zu verbessern, ist das eine sinnvolle Doppelstrategie.

Besonders attraktiv sind auch Investitionen in die technische Ausstattung, die mittel- und langfristig eine Senkung der Betriebskosten ermöglichen. Grundsätzlich gilt: Jede Investition muss sich unter dem Strich rechnen. Investitionsruinen gilt es zu vermeiden. Es lohnt auf jeden Fall, sorgfältig die Perspektiven einer Investition in den Aufbau einer Zweigpraxis oder die Vorbereitung einer Berufsausübungsgemeinschaft sorgfältig zu prüfen.

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