Kreditsicherung

Diese Sicherheiten fordert Ihre Bank von Ihnen

Wer seine Praxis en jour halten will, muss regelmäßig investieren. Dazu braucht’s meist Kredit. Kein Problem. Ihre Bank verlangt dafür recht umfängliche Sicherheiten.

Keine Frage, jeder Niedergelassene muss so abgesichert sein, dass er neben dem Unterhalt für die Familie im Krankheitsfall auch alle Praxiskosten inklusive der Kreditkosten bezahlen kann. Andernfalls fehlt der Praxisfinanzierung die notwendige Nachhaltigkeit. Darauf verweisen insbesondere die Banken und fordern für Praxiskredite deshalb in aller Regel drei wichtige Standardsicherheiten:

■ die Abtretung der Honoraransprüche gegenüber der KV,
■ eine Raumsicherungsübereignung und
■ den Abschluss entsprechender Risikoversicherungen.

Kann ein Niedergelassener die Raten seiner Praxisfinanzierung nicht mehr bezahlen, darf sich die Bank nach entsprechender Abtretung gleich bei der KV an den Honoraren bedienen. Die ergänzende Raumsicherungsübereignung erlaubt dem Kreditinstitut darüber hinaus die Verwertung (vulgo Zwangsversteigerung) der von ihr finanzierten Investitionen.

Für die Risiko-LV schließt der Praxisinhaber eine Police in Höhe der Darlehenssumme ab. Und das ausschließlich auf das Todesfallrisiko. Stirbt er vor Rückzahlung des Kredits, löst die Versicherung den Kredit ab und sichert so die Restschuld. Aber eben nur bei Tod, nicht bei Berufsunfähigkeit. Die ist mit den regelmäßigen Beitragszahlungen an die Ärzteversorgung eigentlich schon automatisch mitversichert, doch reicht das im Krankheitsfall kaum aus, den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Und schon gar nicht, darüber hinaus auch noch Kreditraten zu bedienen. Für Niedergelassene macht deshalb eine zusätzliche BU-Police Sinn. Wie hoch die den Versicherungsschutz aufstockt, hängt auch von der Höhe des Krankentagegeldes ab, das zumindest bei zeitlich begrenzten Gesundheitsproblemen die finanziellen Einbußen ausgleicht.

Freilich, auch BU-, Risikolebens-Police und Krankentagegeld reichen in der Regel nicht vollständig aus, einen Praxiskredit abzusichern und den reibungslosen Praxisablauf sicherzustellen. Man denke nur an die laufenden Kosten für Personal, Vertretung und sonstige Praxiskosten. Für diese Risiken drängen Kreditinstitute gemeinhin auf den Abschluss von Praxisausfallversicherungen, weil die den entgangenen Gewinn und die Kreditraten absichern.

 

A&W-TIPP

Wird der Praxiskredit …
… regelmäßig getilgt, verringert sich der Darlehensbetrag. Sichernde Risiko-LVs sollten deshalb mit fallender Versicherungssumme und dementsprechend sinkenden Beiträgen abgeschlossen werden. Wer eine hypothekenfinanzierte Immobilie bereits abgezahlt hat, sollte die eingetragene Grundschuld nicht löschen lassen. Bei einer neuen Kreditaufnahme kann die Bank diese Sicherheit ohne neuen Kostenaufwand erneut nutzen und die Kreditkosten so günstiger gestalten.

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