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Diese Kardinalfehler machen Ärzte bei der Geldanlage

Blickt man in die Depots von Ärzten und anderen Privatanlegern, kristallisieren sich vor allem sechs Anlagefehler heraus. Jeder einzelne kostet richtig Geld. Im Schnitt sind es bis zu vier Prozent Rendite im Jahr. Wer die Fallen aber kennt und meidet, kann seinen Gewinn beträchtlich steigern.

Wenn man die Zahlen betrachtet, ist das Ergebnis ernüchternd: Die Mehrheit der deutschen Anleger hält ein ineffizientes Portfolio. Es tun sich bei der Geldanlage dennoch Renditelücken von bis zu 80 Prozent auf. Der renommierte Finanzwissenschaftler Prof. Andreas Hackethal von der Goethe-Universität Frankfurt am Main ging diesem Phänomen in einer Studie auf den Grund. Von 1999 bis 2011 untersuchten er und sein Team dafür die Depots von 5.000 Privatanlegern. Das Ergebnis: Es kristallisierten sich sechs Kardinalfehler heraus, die die Anleger viel Geld kosteten.

Nummer 1: Zu viele spekulative Wertpapiere. Hochriskante Einzeltitel waren für die meisten Anleger ein teurer Spaß. Im Schnitt lag die Rendite gut drei Prozent unter der Vergleichsrendite des Markts. Trotzdem haben gerade Privatanleger überdurchschnittlich viele davon in ihrem Portfolio.

Nummer 2: Verlierer aussitzen – auch darin liegt ein Hauptfehler der Privatanleger. Denn diese Herangehensweise wirkt sich negativ auf die Rendite aus und sollte bei der Geldanlage vermieden werden.

Nummer 3: Jagd auf Trends. Viele kaufen Wertpapiere, die in letzter Zeit gestiegen sind. Doch bei dieser Geldanlage-Taktik ist der Erfolg nur mäßig.

Nummer 4: Deutschland Fokus. Privatanleger tendieren dazu, zu sehr auf deutsche Titel zu setzen. Getreu dem Motto: Kaufe bei der Geldanlage nur, was du kennst. In den untersuchten Depots lag der Deutschlandanteil bei rund 63 Prozent. Finanzexperten raten aber zu nur drei Prozent, um eine ausreichende stabile Streuung zu haben. Der Glaube, deutsche Aktien besser einschätzen zu können als ausländische, ist nämlich mehr als trügerisch.

Nummer 5: Übermäßiges Handeln. Das geht richtig ins Geld. Denn die Gebühren für den Wertpapierhandel sind hoch und müssen erst mal wieder hereingeholt werden. Buy-and-Hold – kaufen und halten – das ist auf lange Sicht die bessere Strategie.

Nummer 6: Mangelnde Streuung. Das ist einer der kostspieligsten Anlagefehler. Denn bei Depots mit wenig Streuung gibt es oft extreme Ausschläge. Im Schnitt kostete das die Anleger vier Prozent Rendite im Jahr. Außerdem fehlen so auch wichtige Branchen, wie große Nahrungsmittelkonzerne oder der Ölsektor. Gegen mangelnde Streuung im Aktiendepot hilft aber schon der Kauf eines einzigen Fonds, der weltweit in Aktien investiert.

 

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