Telematikinfrastruktur: Informationen rund um den Konnektor

KoCoBox MED+: Das Tor zu einer neuen Welt

Der Konnektor sorgt dafür, dass AIS, KIS, ZIS u.v.m. beim Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sicher in die zentrale Telematikinfrastruktur des Gesundheitswesens eingebunden sind. Als einziger Konnektor erfüllt derzeit die KocoBox Med+ alle Anforderungen der gematik. Dazu gehört auch der Tauglichkeits- und Funktionsnachweis für die kommenden E-Health-Anwendungen, wie der elektronische Arztbrief oder die elektronische Patientenakte. Wir haben nachfolgend die wichtigsten Informationen zum Konnektor zusammengestellt.

Was genau ist ein Konnektor und was leistet das Gerät?

Ein Konnektor ist vergleichbar mit einem Router. Er bindet die Primärsysteme hochsicher in die zentrale Telematikinfrastruktur ein. Über ein geschütztes Virtual Private Network (VPN), den TI-VPN-Zugangsdienst, gewährleistet der Konnektor eine sichere Verbindungen für den Datenaustausch. Das Gerät stellt die Verbindung zwischen den E-Health-Kartenterminals und dem Primärsystem her, tauscht Daten mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) aus und macht die Verwendung des Heilberufsausweises (HBA) zur Erzeugung und Prüfung von qualifizierten Signaturen möglich. Der Zugriff auf aktuelle Anwendungen (VSDM) und künftige Anwendungen aus Fach- und Mehrwertdiensten über einen sicheren Updateprozess sind möglich. Der Konnektor ist somit das Herzstück der Telematikinfrastruktur.

Als erste Anwendung unterstützt der Konnektor das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM). In greifbarer Zukunft ermöglicht er in Verbindung mit dem Heilberufsausweis das Erzeugen und Prüfen qualifizierter elektronischer Signaturen (QES).

Benötigt eine Praxisgemeinschaft mehrere Konnektoren?

Es ist nicht zwingend erforderlich, mehrere Konnektoren für eine Praxisgemeinschaft zu installieren – gemäß Finanzierungsvereinbarung ist aber jede Vertragsarztpraxis/Institution förderberechtigt. Für jede Institution innerhalb einer Praxisgemeinschaft sollte allerdings ein separates eHKT eingesetzt werden. Der Zugang der Institution zur TI wird über die SMC-B authentifiziert.

Kann man mit dem TI-Konnektor im Internet surfen?

Ja. Der Konnektor bietet der Praxis einen sicheren Kanal zur Nutzung des Internets – Sicherer Internet Service (SIS) genannt. Die Internetzugriffe über den SIS werden durch verschiedene Techniken, wie z. B. dem Filtern von unerwünschten Webseiten, abgesichert.

Was ist unter einem sicheren Standort für den Konnektor gemeint?

Der Konnektor muss zulassungsbedingt in einem Praxisbereich platziert werden, der vor dem physischen Zugriff Unbefugter schützt. Dies wird durch einen verschließbaren Ort gewährleistet. Das Kensington-Lock stellt eine zusätzliche Maßnahme innerhalb der gesicherten Umgebung dar. Zugang haben nur durch den Praxisinhaber autorisierte Personen.

Die KoCoBox MED+ – Erster für den TI-Wirkbetrieb zugelassener Konnektor

Alle CGM-Komponenten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur sind von der gematik zugelassen. Darunter auch der Konnektor KoCoBox MED+.

Bereits am 10. November 2017 erteilte die gematik die für den Produktivbetrieb der Telematikinfrastruktur notwendige Zulassung.

Die Zulassungsbedingungen der gematik sehen für den Konnektor auch einen Nachweis für kommende Anwendungen, wie die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES), den eArztbrief, das Notfalldatenmanagement oder den eMedikationsplan, vor. Dieser Tauglichkeits- und Funktionsnachweis war bereits frühzeitig Bedingung, um die Zulassung der gematik für den Konnektor zu erhalten. Der Konnektor KocoBox Med+ erfüllt die Anforderungen der gematik und hat – bislang als einziger – seine Eignung im Zuge des Zulassungsverfahrens nachgewiesen.

„Smart & green”: Die Vorteile der KoCoBox MED+

Neben exzellenter Softwarearchitektur und performanter Rechenleistung bietet das Design des Konnektors KoCoBox MED+ insbesondere auch einen geringen Stromverbrauch. Der Prozessor der KoCoBox MED+ ist mit im Mittel rund 3 Watt Stromverbrauch äußerst sparsam und in seinen Verbrauchswerten kaum zu unterbieten. Das spart Betriebskosten und freut die Umwelt.

Im Unterschied dazu haben Geräte, die auf einer Architektur mit weniger sparsamen Prozessoren basieren, oft den 5-6-fachen Stromverbrauch. Dies führt auch zu 5-6-fach höheren Stromkosten. Höherer Stromverbrauch durch nicht-optimierte Software, Prozessoren oder Speicher führt aber vor allem zu oft erheblicher Wärmeentwicklung. Daher benötigen solche Geräte große Kühlkörper oder gar einen störenden Lüfter. Die KoCoBox MED+ arbeitet lüfterlos und damit geräuschlos.

 

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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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