Hier müssen Sie aufpassen

Kostenfalle Sparanlagen: Bei diesen Aussagen müssen Ärzte aufpassen

Es sieht so einfach aus: Doch hinter den transparent anmutenden Sparanlagen haben Banken oft viele Fallstricke ausgelegt. Mit plakativer Werbung werden Ärzten oft irreführende Aussagen gemacht. Hier die wichtigsten Fallstricke.

Prämie, Gutschrift, Bonus: Bei Sparplänen scheint die Fantasie der Produktgestalter von Banken schier grenzenlos. Folge: Die Produkte scheinen attraktiv. Doch bei diesen Schlagworten sollten bei Ärzten und Ärztinnen, die entsprechend Geld anlegen wollen, alle Alarmsirenen schrillen:

Niedriger Zins und hoher Bonus

Die Bank zahlt nur einen niedrigen Basiszins und würzt das schwache Angebot mit einem hohen Bonus. Diesen zahlt sie jedoch nur auf eine im Verhältnis zum Sparkapital geringe Summe, etwa auf die Zinsen am Ende der Laufzeit.

Zeitbegrenzter Zins

Der angegebene Zins ist nur für ein halbes Jahr, also für einen begrenzten Zeitraum gedacht. Danach fällt der Satz auf den bescheidenen Grundzins wieder zurück.

Kombiangebot

Die Anlagesumme wird gekoppelt mit dem Versprechen, in bankeigene Fonds zu investieren. Bis zu 50 Prozent des Geldes fließt in einen Renten- oder Aktienfonds. Sicher ist die Anlage dann nicht mehr.

Laufzeit verdoppelt

Feste Zinsen gibt es für längere Laufzeiten. Vergisst der Kunde aber am Ende rechtzeitig zu kündigen, verdoppelt sich die Laufzeit automatisch (ggf. mit niedrigerem Zins).

Summenbegrenzter Zins

Der Superzins gilt nur für eine kleinere Summe, zum Beispiel 10.000 Euro – alles was darüber liegt, wird lediglich mit dem Normalsatz verzinst.

Neuer Sparvertrag

Festzinsanlagen verwandeln sich nach Vertragsende plötzlich in ein Sparkonto mit dreimonatiger Kündigungsfrist, wenn der Anleger nicht fristgerecht gekündigt hat. Er kann also nicht davon ausgehen, dass sein befristet angelegtes Kapital ihm mit Ablauf der Frist uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Werbung mit Endzins

Bei Zinsstaffeln wird nur der Endzins genannt – etwa drei Prozent im siebten Jahr. Klingt gut; doch die Durchschnittsrendite in den sieben Jahren liegt häufig bei gerade mal 1,5 Prozent.

Zinsabzug

Wer während der Laufzeit kündigt, kommt mit Verlusten heraus. Es gibt nur den normalen Sparzins; zu viel gezahlte Zinsen bucht die Bank wieder zurück.

Koppelofferten

Es gibt Angebote, die an weitere Bedingungen gekoppelt sind, wie zum Beispiel: Kosten für Kontoführung, Überweisungen, Versand der Kontoauszüge.

Langfristverträge

Sparverträge über zehn Jahre sind bei den derzeitigen Minizinsen keine gute Wahl.

Die wichtigste Angabe – nämlich die echte Jahresrendite, also der Effektivzins, – fehlt jedoch meistens. Doch was nützt ein hoher Bonus, wenn nicht klar ist, auf was er sich bezieht. Also besser Augen auf und vor der Unterschrift nochmal mögliche Fallstricke prüfen.

Bitte auch auf diese Punkte achten:

  • Auf keinen Fall sich mit Begriffen wie Bonus, Wachstumszinsen, Topzinssparen, Extrasparbrief, Plussparen abspeisen lassen.
  • Fragen Sie konkret nach der Durchschnittsrendite.
  • Wenn die Bank einen deutlich höheren Zins als die Konkurrenz bietet, ist etwas faul.
Anzeige

AOK und CompuGroup Medical wollen digitale Vernetzung in die Fläche bringen

Ambulante Arztpraxen sollen möglichst einfach Zugang zum Digitalen Gesundheitsnetzwerk erhalten. Deshalb konzipiert die AOK Nordost in ihrer Region gemeinsam mit dem führenden Hersteller von eHealth... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Kostenloser Service

Ombudsmann privater Banken schlichtet in Streitfällen


Minusgeschäfte

Zinsflaute: Banken dürfen alte Sparverträge doch kündigen


Übergangsfrist ausgelaufen

IBAN wird Pflicht


Bargeldloses Bezahlen

Haftungsgrenze bei Kartenmissbrauch sinkt ab 2018


Neuer Service der apoBank

Existenzgründung: Online-Sprechstunde für Ärzte