Hohes Sparpotenzial

Krankenzusatz- und Pflegeversicherung: Top-Leistungen haben ihren Preis

Bei der Suche nach einer Krankenzusatz- oder Pflegeversicherung sollte man nicht nur auf die monatlichen Kosten schauen. Erst mit dem Blick auf die enthaltenen Versicherungsleistungen entscheidet sich, ob günstige Tarife zugleich auch gut sind.

Eine Entscheidungshilfe bietet der Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv Produkte von 40 Versicherungsunternehmen unter die Lupe genommen hat.

Private Zusatzversicherungen decken Gesundheits- und Pflegeleistungen ab, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. „Wer sich hier vor finanziellen Risiken absichern möchte, muss allerdings vorher genau überlegen, wo er seinen persönlichen Bedarf sieht“, rät Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität. „Nur dann ist auch ein sinnvoller Vergleich der Tarife hinsichtlich Kosten und Leistungen möglich“, so der Marktforschungsexperte weiter.

Sparpotenzial vor allem bei Krankenzusatzversicherungen
Ein großes Einsparpotenzial zeigt sich in allen untersuchten Versicherungs-bereichen, vor allem aber bei den ambulanten Zusatztarifen. Diese decken Leistungen für Sehhilfen und Naturheilverfahren ab. Durchschnittlich lassen sich hier rund 93 Prozent der Gesamtkosten mit dem jeweils günstigsten gegenüber dem teuersten Produkt einsparen. Doch am Ende entscheidet sich erst zusammen mit den enthaltenen Versicherungsleistungen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Nur wenige Krankenzusatzversicherungen, die vom DISQ-Kooperationspartner Franke und Bornberg für die enthaltenen Leistungen die höchste Ratingnote erhalten, zählen auch zu den günstigsten Tarifen.

Lohnender Vergleich auch bei privaten Pflegeversicherungen
In der Leistungsbewertung privater Pflegeversicherungen erhielten über 61 Prozent der Tarife ohne staatliche Zulagen ausgesprochen gute Ratings. Aber auch hier liegen zwischen den besten und den schlechtesten Produkten große Unterschiede. Deutlich wird dies beispielsweise bei den Pflegetagegeldern. In der Spitze zahlen die besten Policen ohne staatliche Zulagen das Vierfache des jeweils schlechtesten Tarifs für die jeweilige Pflegestufe.

Die besten Unternehmen
In der Kategorie Stationäre Krankenzusatzversicherungen kommt Domcura auf den ersten Rang. Die Leistungen des Tarifs führen bei allen untersuchten Profilen in Kombination mit überdurchschnittlich günstigen Beiträgen zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Barmenia und Inter. Im Bereich der ambulanten Krankenzusatzversicherungen teilen sich zwei Un-ternehmen mit dem gleichen Tarif den ersten Rang: Deutscher Ring und Signal Iduna. Münchener Verein belegt Rang drei.

Bei den Zusatzversicherungen für Zahnersatz geht DKV als Testsieger hervor. Die Versicherungsleistungen gehören mit zu den besten im Test. Auf den wie-teren Plätzen folgen Alte Oldenburger auf Rang zwei und Allianz auf Rang drei.

Im Bereich der Zusatzversicherungen, die neben dem Zahnersatz auch die Zahnbehandlung mit einschließen, platziert sich DKV ebenfalls auf dem ersten Rang. Platz zwei belegt Axa vor Stuttgarter auf Rang drei.

Testsieger in der Kategorie Pflegeversicherungen ohne staatliche Zulagen ist Württembergische. Hanse-Merkur kommt auf Rang zwei. Der geteilte dritte Rang geht an Deutsche Familienversicherung und Domcura.

Bei den staatlich geförderten Pflegeversicherungen (Pflege-Bahr) gibt es zwei Testsieger: Central und Envivas. Platz drei geht an Arag.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität testete in Zusammenarbeit mit dem Ratingunternehmen Franke und Bornberg Krankenzusatz- und Pflegeversi-cherungen von insgesamt 40 Unternehmen. Untersucht wurden sechs Pro-duktkategorien (Stationäre und ambulante Krankenzusatzversicherungen, Zusatztarife für Zahnersatz sowie Zahnersatz und –behandlung, Pflege-versicherungen ohne und mit staatlichen Zulagen). Der Test setzte sich aus einer Kostenanalyse sowie einer Bewertung der Versicherungsleistungen zusammen. Im Bereich der Pflegeversicherungen wurden zudem die aus-gezahlten Leistungen (Pflegetagegelder) untersucht. Die Erhebung der Daten (Stand: 09/2015) basierte auf verbindlichen Angaben der Unternehmen, wie den gedruckten Versicherungsbedingungen oder dem Versicherungsschein.
Quelle: Deutsches Institut für Service-Qualität im Auftrag von n-tv

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