Immobilienfinanzierung

Restschuldversicherung: Kredite günstig absichern

Zur Immobilienfinanzierung gehört eine Versicherung für den Todesfall. Stirbt der Ernährer, steht die Familie sonst mit Schulden da. Diese Form der Absicherung ist auch gar nicht teuer, wie A&W-Autor Claus Cory weiß.

Die Restschuldversicherung ist einer Risikolebensversicherung recht ähnlich. Sie übernimmt im Todesfall die restliche Tilgung des Darlehens, funktioniert also wie eine Risikolebenspolice mit fallender Summe. Für Bauherren und Immobilien- Käufer empfiehlt sie sich gleichzeitig mit der Darlehensaufnahme. Neben dem Todesfall kann auch die Berufsunfähigkeit einbezogen werden – dies ist aber nicht zu empfehlen, denn dahinter verbergen sich Ungereimtheiten. „Die meisten dieser Policenerweiterungen haben einen Haken, so dass Kunden im Ernstfall die versprochenen Leistungen gar nicht erhalten“, warnt etwa Finanztest.

Die Normalversion kostet weniger als ein Prozent der Darlehenssumme. Allerdings gibt es erhebliche Preisdifferenzen. Beispiel: Ein 35-Jähriger zahlt für eine Restschuldversicherung über 100.000 Euro mit 20 Jahren Laufzeit bei günstigen Anbietern rund 900 Euro. Beim teuersten Versicherer wären es 1.700 Euro. Per saldo ist diese Absicherungsart preiswerter als eine Risiko-Lebensversicherung, da mit der laufenden Tilgung ja auch die Restschuld des Kredits sinkt.

Den Beitrag beeinflussen verschiedene Faktoren: Darlehenslaufzeit, Zinshöhe, Tilgungsplan – aber auch Alter und Gesundheitszustand des Kunden. In der Regel werden Gewinnanteile mit dem Beitrag verrechnet. Wichtig: Es wird kein Kapital angespart. Tritt der Versicherungsfall nicht ein, gibt es auch nichts. Falle: Gesundheitsfragen sind richtig zu beantworten. Ansonsten zahlt der Versicherer im Todesfall nur die eingezahlten Beiträge zurück, übernimmt aber nicht die Restschuld des Kredits.

Eine Restschuldversicherung kündigen ist im Grunde einfach, sollte aber gut überlegt sein. Meist lässt sich eine Versicherung jährlich zum Ende des Vertragsjahres kündigen. Die entsprechende Frist beträgt einen Monat. Es empfiehlt sich jedoch immer, die Vertrags- beziehungsweise Kündigungsbedingungen zu lesen, da es stets Abweichungen geben kann. Wer bereits eine Risiko-LV hat, braucht keine Restschuld- Police. Deshalb Vorsicht: Manche Banken zwingen Kreditnehmern förmlich Restschuldversicherungen auf – so lautet die Erfahrung von Arno Gottschalk von der Verbraucherzentrale Bremen: „Die Verträge sind so vorbereitet, dass sie die Versicherung enthalten. Und es entsteht der Eindruck, sie gehöre dazu.“

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