Online-Banking

Kunden haften für falsch ausgefüllte Überweisungen

Schon seit 2008 haften Kunden für Fehler im Online-Banking selbst. Bei falsch angegebenen Kontonummern oder Bankleitzahlen bei einer Überweisung haben sie keinen Anspruch auf Schadenersatz gegenüber der Bank.

Wer Online eine Überweisung tätigen möchte, sollte sich besser nicht auf die Bank als Kontrollinstanz verlassen. Kreditinstitute müssen den auf der Papier-Überweisung stehenden Empfängernamen nicht mehr mit der Kontonummer abgleichen. Entsprechende Fehler bei den Angaben zur Überweisung gehen somit zu Lasten des Kunden. Alles andere ist reine Kulanz der Bank.

Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, mit der Bankgeschäfte in der Eurozone vereinheitlicht werden sollen. Bankkunden, berichtet die Zeitschrift Focus Money, können sich vor diesem Hintergrund nicht mehr darauf verlassen, dass sie ihr Geld automatisch wieder bekommen, wenn sie sich vertippt haben. Schlimmstenfalls müssen sie sich mit dem Empfänger des unerwarteten Geldsegens darum streiten oder bleiben auf dem Schaden sitzen. Alternativ muss man die Bank um Hilfe bitten. Banken können das Geld nämlich nach wie vor einfach zurückholen und lassen sich ihre Hilfe aber im Zweifelsfall auch mal gut bezahlen. Die Gebühren liegen hier zwischen zwei und 35 Euro. Eine Garantie dafür, dass man sein Geld dann auch tatsächlich zurückbekommt, gibt es aber nicht.

A&W-Tipp

Wenn Sie merken, dass Sie bei einer Überweisung einen Fehler gemacht haben, sollten Sie schnell bei Ihrer Bank anrufen oder sofort eine eMail senden. Fragen Sie aber nach, was die Rückholung kosten würde. Ist sie teurer ist als die überwiesene Summe, brauchen Sie die Rückholung nicht beauftragen.

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