5,3 Millionen Euro in 2017

KV Thüringen forciert Förderung für ärztliche Versorgung

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat für 2017 wieder ein umfangreiches Paket für die Förderung der ambulante ärztliche Versorgung im Land geschnürt. Insgesamt sollen 5,3 Millionen Euro ausgegeben werden.

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat für 2017 wieder Gelder bereitgestellt, um die Neu- oder Nachbesetzung von bis zu 13 Arztsitzen im Land zu unterstützen. Auch Praxen, die Ärzte in Weiterbildung beschäftigen, dürfen sich in diesem Jahr über finanzielle Zuschüsse freuen. Vorgesehen ist außerdem die Förderung von ambulanten Famulaturabschnitten und Abschnitten des Praktischen Jahres von Medizinstudierenden, die Fortführung des Thüringen-Stipendium für Ärzte in Weiterbildung und die Unterstützung von Berufseinsteigern durch Anstellung in einer Stiftungs-Praxis. Weitergeführt wird auch die Unterstützung des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin und des Ärztescout Thüringen.

Insgesamt hält die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen für 2017 rund 5,3 Millionen Euro bereit. Das Geld kommt hauptsächlich aus zweckgebundenen Abgaben der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten in Thüringen. Rund 750.000 Euro sind Kassenmittel.

„Gemeinsam mit unseren Partnern fördern wir zielgenau dort, wo Unterstützung gebraucht wird“, sagt die 1. Vorsitzende des Vorstandes der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel. „An der einen Stelle sind das finanzielle Zuschüsse, z. B. bei der Niederlassung auf dem Land oder bei der Beschäftigung von Ärzten in Weiterbildung. An anderer Stelle, wie bei der Berufsorientierung im Studium, ist Beratung wichtiger als Geld. In der fachärztlichen Weiterbildung schließlich geht es um praxisrelevante Inhalte aus der ambulanten Tätigkeit. Diese zielgenaue Förderung wirkt.“

Förderung 2016 schließt Versorgungslücken

2016 wurde über den Landesausschuss unter anderem die Neu- bzw. Nachbesetzung von insgesamt 19 Praxen gefördert. Sieben Ärzte wurden unterstützt, weil sie in Regionen mit besonderem Versorgungsbedarf trotz Rentenalters weiterarbeiten. Außerdem erhielten rund 100 Praxen Zuschüsse für die Beschäftigung von Ärzten in Weiterbildung. Rund 150 Ärzte in Weiterbildung erhielten 2016 ein Thüringen-Stipendium. Das Programm zeigt Wirkung: Die Zahl der freien Arztsitze in Thüringen sinkt weiter.

Details zu den einzelnen Förderbeschlüssen des Landesausschusses für 2017 und Hintergrundinformationen über die Kassenärztliche Versorgung in Thüringen finden Sie unter www.kvt.de.

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