Praxisausfallversicherung

Praxisausfallversicherung: Leistungen müssen nicht versteuert werden!

Eine Praxisausfallversicherung, die Betriebskosten bei Erkrankung des Praxisinhabers erstattet, ist eine private Versicherung. Ärzte müssen Leistungen der Versicherung daher nicht versteuern, hat der Bundesfinanzhof entschieden.

Im verhandelten Fall hatte eine niedergelassene Ärztin eine Praxisausfallversicherung abgeschlossen. Nach einem Sturz war sie längere Zeit krankgeschrieben. Die Versicherung erstattete ihr die fortlaufenden Betriebskosten. Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass die Zahlungen der Versicherung keine Betriebseinnahmen aus der freiberuflichen Tätigkeit der Klägerin darstellen (VIII R 6/07). Denn diese Praxisausfallversicherung ist nach Auffassung der Richter keine betriebliche Versicherung. Entscheidend für die Zuordnung sei die Art des versicherten Risikos. Krankheit ist dem BFH zufolge aber, von Sonderfällen wie der Berufskrankheit abgesehen, grundsätzlich kein betriebliches, sondern ein privates Risiko. Die Versicherungsleistung für eine Praxisausfallversicherung sei daher nicht zu versteuern.

A&W-Tipp
Überprüfen Sie in Ihren Steuerunterlagen, ob die Beiträge für die Praxisausfallversicherung dort eingehen und beachten Sie: Aufgrund der BFH-Entscheidung sind nicht nur die Leistungen der Versicherung steuerfrei. Umgekehrt dürfen Ärzte die an die Versicherung gezahlten Beiträge auch nicht als Betriebsausgaben abziehen.

Anzeige

Telemedizin – Haftungsrisiko für Ärzte?

Telemedizinische Verfahren haben die ärztliche Versorgung im Gesundheitswesen verändert. Arzt und Patient müssen bei der Erbringung der medizinischen Leistung nicht mehr am selben Ort sein. Mehr
Author's imageSteven OhleProduktmarketing bei HDI Vertriebs AG

Weitere Artikel zum Thema:

Berufsunfähigkeit

Spezielle Versicherung für Ärzte



Steuermonitor

Das müssen Sie für einen Investitionsabzugsbetrag nachweisen


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige



Anzeige