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Die Neuerungen bei den Impfempfehlungen 2020/2021


eine Hand setzt eine Spritze am Oberarm an

Alle warten auf eine Impfung gegen Covid-19. Doch gerade in Pandemiezeiten ist es wichtig, auch mit Blick auf andere Impfungen auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Nach wie vor existiert in Deutschland kein einheitliches, umfassendes System zur Erhebung von Impfdaten. Umso wichtiger ist es, dass Ärzte über die Bedeutung von Impfungen aufklären, Verschwörungsmythen entgegenwirken und idealerweise auch einen ausreichenden Impfschutz der von ihnen betreuten Parienten sicherstellen.

Der vielleicht wichtigste Schritt ist es dabei, die Grundimmunisierung bei Säuglingen und Kleinkindern entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (StiKo) am Robert Koch-Institut (RKI) ohne unnötige Verzögerungen zu beginnen und idealerweise vor dem zweiten Geburtstag abzuschließen. Anschließend sollten Niedergelassene mit regelmäßige Auffrischimpfungen bzw. Erinnerungen an deren Notwendigkeit dafür sorgen, dass der Impfschutz erhalten bleibt.

Neue Empfehlungen zur Grundimmunisierung von Säuglingen

Wie jedes Jahr hat die StiKO auch im Pandemiejahr 2020 ihre Impf-Empfehlungen aktualisiert. Die vielleicht wichtigste Neuerung ist die Umstellung der Grundimmunisierung bei Säuglingen mit einem Sechsfachimpfstoff auf ein 2+1-Schema statt vorher 3+1. Säuglinge sollen danach die Grundimmunisierung mit der Sechsfachimpfung gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Hib, Polio und Hepatitis B nur noch dreimal im Alter von zwei, vier und elf Monaten erhalten (2+1-Schema) statt wie bisher mit zwei, drei, vier und elf bis 14 Monaten (3+1-Schema). Die Impfung mit drei Monaten kann demnach entfallen. Nur Frühchen, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, sollen weiterhin vier Impfdosen erhalten. Außerdem weist die STIKO explizit darauf hin, nach Möglichkeit einen Kombinationsimpfstoff zu verwenden.

Schwangere sollten darüber hinaus zu Beginn des dritten Trimenons mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff (Covaxis®, Boostrix®) gegen Pertussis geimpft werden, unabhängig vom Abstand zu einer vorher verabreichten Pertussisimpfung und in jeder Schwangerschaft. Ist das Risiko für eine Frühgeburt erhöht, sollte der Impftermin in das zweite Trimenon vorgezogen werden

Nicht jeder braucht jede Impfung

Impfungen, die wegen individueller und beruflicher Indikationen erforderlich erscheinen, runden den Schutz ab. Grundsätzlich rät das RKI dazu, jeden Arztbesuch von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dazu zu nutzen, die Impfdokumentation zu überprüfen und gegebenenfalls den Impfschutz zu vervollständigen.

Surftipp:
Weitere Informationen sowie den aktuellen Impfkalender für Säuglinge, Kinder und Erwachsene finden Sie hier

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