Gehaltsvergleich 2017

Ärzte verdienen 40 Prozent mehr als der Durchschnitt

Ärzte dürfen sich auch in diesem Jahr über die höchsten Gehälter freuen: Mit einem Abschluss in Medizin verdient man in Deutschland etwa 40 Prozent mehr als der Durchschnitt, wie ein aktueller Gehaltsvergleich von Fach- und Führungskräften zeigt. Allerdings gibt es bei Ärzten auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen.

Das Durchschnittsgehalt einer Fach- bzw. Führungskraft in Deutschland liegt bei rund 57.100 Euro. Das zeigt der StepStone Gehaltsreport 2017 für den die Gehälter von rund 60.000 Fachkräften analysiert wurden. An der Spitze des Rankings stehen wieder angestellte Mediziner, insbesondere Allgemeinmediziner, mit einem durchschnittlichen Gehalt von 82.700 Euro. Gefolgt von Ingenieuren (65.200 Euro) und Juristen (62.400 Euro). So mancher Allgemeinmediziner mit eigener Praxis geht mit weniger nach Hause.

Der Akademiker verdient jährlich am meisten

Egal in welchem Beruf, branchenübergreifend verdienen Fachkräfte mit akademischer Ausbildung durchschnittlich 64.700 Euro. Ihre Kollegen ohne Studienabschluss bringen es auf 47.200 Euro. Wer einen Masterabschluss für seinen Job vorweisen kann, erhält zudem ein Gehaltsplus von fünf Prozent im Vergleich zu Bachelor-Absolventen. Die höchsten Gehälter für Allgemeinmediziner werden übrigens nicht in Krankenhäusern, sondern in der Chemieindustrie und der Pharmaindustrie gezahlt. Wer hier einen Job ergattert, wird zum Spitzenreiter unter den Top-Verdienern.

Die Gehälter der Ärzte und Fachärzte führen das Ranking an

Nach Studiengängen betrachtet, führen Mediziner (Allgemeinärzte und Fachärzte wie z.B. der Augenarzt und der Kinderarzt) und Zahnmediziner das Ranking mit einem durchschnittlchen Arztgehalt von 79.538 Euro deutlich an. Es folgen laut Analyse die Absolventen der Rechtswissenschaften (sie verdienen 74.013 Euro), des Wirtschaftsingenieurwesens (74.013 Euro) und der Ingenieurwissenschaften (69.850 Euro).

Im mittelgroßen Betrieb verdient der Doc am meisten

Bei Ärzten gilt übrigens die Regel „Je größer das Unternehmen, desto höher der Verdienst“ nicht. Am meisten verdienen Ärzte, die ein Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern (Jahresgehalt etwa 90.194 Euro hoch) als Arbeitgeber haben. In Unternehmen (inkl. Kliniken) mit mehr als 1.000 Mitarbeitern liegt das Arztgehalt im Durchschnitt bei „nur“ 83.570 Euro. In Unternehmen bzw. Kliniken mit einer Größe unter 500 Mitarbeitern verdienen Mediziner etwa 79.434 Euro. So mancher Hausarzt mit eigener Praxis muss mit also weniger nach Hause gehen als der angestellte Arzt in einem Krankenhaus. Besonders groß ist der Abstand zu Oberärzten und Chefärzten, die nicht nur für ein üppiges Gehalt arbeiten, sondern häufig auch noch zusätzliche Einnahmen durch Vorträge u.ä. haben. Außerdem trägt der Arbeitgeber auch noch das unternehmerische Risiko.

Das Einkommen hängt allerdings nicht nur von der Fachrichtung und der Position bzw. Funktion, sondern auch vom Geschlecht des Arbeitnehmers ab. Nach Geschlechtern betrachtet, ist der Unterschied bei der Bezahlung der Ärzte gravierend: Vom Durchschnittsgehalt eines Arztes (95.167 Euro) können Ärztinnen mit etwa 64.490 Euro Jahresgehalt wirklich nur träumen. Der Unterschied ist laut Analyse auch bei Fachärzten, Oberärzten und Chefärzten zu finden.

Unter Medizinern sind die Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer häufiger ein Thema. Da verliert die eigene Praxis fürden Arzt ihren Reiz. Der Job als festangestellter Arzt in einer Klinik ist wegen der geregelten Arbeitszeiten und den verlässlichen Gehaltszahlungen jeden Monat für viele Mediziner deutlich attraktiver.

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