KVB

Mehr Fördermöglichkeiten für niedergelassene Ärzte in Bayern

Seit  2. Juli 2016 ist in Bayern eine neue Sicherstellungsrichtlinie in Kraft, die dazu beitragen soll, medizinische Versorgungslücken in unterversorgten beziehungsweise drohend unterversorgten Planungsbereichen zu schließen. Interessierten Ärzten erschließen sich hier neue Fördermöglichkeiten.

Wie der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) mitteil, ist unter anderem auf der Grundlage der neuen Sicherstellungsrichtlinie die Gründung von Eigeneinrichtungen der KVB in unterversorgten Planungsbereichen möglich, in denen die bisherigen Förderungen erfolglos blieben. KVB-Eigeneinrichtungen sind als Interimslösung zur unmittelbaren Sicherstellung der Versorgung zu verstehen.

Zudem können künftig auch finanzielle Fördermaßnahmen in den Regionen ergriffen werden, in denen eine Unterversorgung sich zwar abzeichnet, diese aber vom zuständigen Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern formal noch nicht festgestellt ist. Damit ist aus Sicht des Vorstands der KVB ein schnelleres Eingreifen bei drohenden Versorgungsengpässen möglich. Anerkannte Praxisnetze in Bayern werden darüber hinaus über den Strukturfonds finanziell gefördert und können zukünftig für sicherstellungsrelevante Projekte Fördermittel beantragen.

Drohende Unterversorgung festgestellt

In seiner letzten Sitzung Mitte Juni hatte der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern für die HNO-Ärzte im Landkreis Bad Kissingen und für die Hausärzte im Planungsbereich Waldsassen eine drohende Unterversorgung festgestellt. Die bislang bestehende Unterversorgung bei den HNO-Ärzten im Landkreis Wunsiedel konnte zwar beseitigt werden. Auf Grund der Altersstruktur der Ärzte besteht dort aber weiterhin eine drohende Unterversorgung.

Insgesamt stellt sich die ambulante medizinische Versorgungssituation in Bayern aktuell folgendermaßen dar: Im Rahmen der fachärztlichen Versorgung gelten zwei Planungsbereiche als unterversorgt (Kinder- und Jugendpsychiater in Oberpfalz-Nord und Hautärzte in Haßberge) und sieben Planungsbereiche als drohend unterversorgt (HNO-Ärzte sowie Urologen in Bad Kissingen, Augenärzte in Kronach, HNO-Ärzte in Lichtenfels und in Wunsiedel, Hautärzte in Neustadt/Bad Windsheim, Kinder- und Jugendpsychiater in Oberfranken-Ost). Im Bereich der hausärztlichen Versorgung sind zwei Planungsbereiche als unterversorgt (Ansbach-Nord und Feuchtwangen) und sieben Planungsbereiche als drohend unterversorgt (Dinkelsbühl, Eggenfelden-Nord, Ingolstadt-Süd, Lohr am Main, Vilsbiburg, Waldsassen und Wassertrüdingen) zu bewerten.

Um interessierte Ärzte für eine Tätigkeit in den unterversorgten oder drohend unterversorgten Regionen in Bayern zu gewinnen, hat die KVB im Jahr 2014 erstmals Förderprogramme aufgelegt. Seit Beginn wurden Fördermaßnahmen mit einer Gesamtsumme von rund 3,3 Millionen Euro bewilligt.Die Finanzierung der Förderung auf Basis der Sicherstellungsrichtlinie der KVB erfolgt aus einem von KVB und den Krankenkassen gemeinsam aufgelegten Strukturfonds. Weitere Informationen zu der Thematik stehen auf der Internetseite der KVB zur Verfügung.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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