Plus von 0,9 Prozent

Mehr Geld für Arznei- und Heilmittel in 2020

Das Ausgabenvolumen für Arzneimittel steigt im kommenden Jahr um 4,2 Prozent. Das ist das Ergebnis der bundesweiten Rahmenvorgaben, auf die sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt haben, das teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit. Für den Heilmittelbereich ergibt sich ein Plus von 0,9 Prozent.

Grund für die Steigerung ist laut Mitteilung der KBV vor allem der Einsatz innovativer Arzneimittel. Diese kommen vor allem onkologischen Patienten zugute.

Die Erhöhung des Ausgabenvolumens für Arzneimittel um 4,2 Prozent sei ein gutes Ergebnis, betonte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung, dass vor allem schwerkranke Patienten von neuen Therapieoptionen profitieren können.

Weitere Verhandlungen auf Landesebene

Die Rahmenvorgaben bilden die Basis für die regionalen Verhandlungen zu den Ausgabenvolumina, die die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit den Krankenkassen vor Ort führen. Neben den auf Bundesebene unter anderem vereinbarten Anpassungsfaktoren wie Preisentwicklung und Einsatz innovativer Arzneimittel werden bei den Verhandlungen auf der regionalen Ebene weitere Faktoren wie Alter und Anzahl der Versicherten berücksichtigt.

Steigerung auch bei den Heilmitteln

Auch bei den Heilmitteln gehen KBV und GKV-Spitzenverband im kommenden Jahr von höheren Ausgaben aus. Die vereinbarte Steigerung beträgt gegenüber dem laufenden Jahr 0,9 Prozent. In diese Bewertung ist unter anderem die Verlagerung von Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich eingeflossen. Darüber hinaus verständigten sich die Vertragspartner darauf, das diesjährige Ausgabenvolumen um ebenfalls 0,9 Prozent anzuheben.

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