Kosten ohne Leistung

Mitgliedsbeiträge: Muss man während der Corona-Krise weiterzahlen?

Das neue Coronavirus sorgt dafür, dass viele derzeit unfreiwillig auf einiges verzichten müssen, zum Beispiel auf das Training im Fitnessstudio. Müssen Betroffene weiter dafür zahlen?

Grundsätzlich gilt: «Wenn eine Leistung nicht erbracht werden kann, muss es auch keine Gegenleistung geben», erklärt Eugénie Zobel von der Stiftung Warentest. Das bedeutet: Das Geld für ein Ticket müsste eigentlich erstattet werden, Mitgliedsbeiträge müssten nicht unbedingt gezahlt werden, solange ein Sportclub geschlossen hat. Das Problem derzeit: Machen alle Mitglieder von ihrem Recht Gebrauch, kann das einen Anbieter schnell in Bedrängnis bringen.

Wollen Verbraucher auf ihre Ansprüche nicht gänzlich verzichten, können sie die Mitgliedsbeiträge unter Vorbehalt weiter zahlen, rät Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen. «Das kann man entweder im Überweisungsfeld eintragen oder dem Anbieter in einem Brief schriftlich mitteilen.»

Zobel rät, mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen. «Vielleicht lässt sich ja eine Lösung finden.» Allerdings seien im Moment alle gefragt. Wer sich den Monatsbeitrag leisten könne, trägt damit auch seinen Teil zur Stabilisierung bei. «Die Situation ist ja schon außergewöhnlich.»

Anzeige

Mit Videosprechstunden vor COVID-19 schützen

Die aktuelle COVID-19-Situation zeigt eines ganz deutlich: Der Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen und Fernberatung ist wichtiger als je zuvor. Die Ausführung von medizinischen Leistungen wie Di... Mehr
Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

Weitere Artikel zum Thema:

Baden-Württemberg

Corona-Krise: Rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte haben Hilfe angeboten


Umfrage

Pandemie: Angst der Bevölkerung vor dem Corona-Virus wächst


Praxis- und Apothekenmanagement

Heute: Dr. Montgomery in der apoTalk-Sondersendung zur Corona-Krise


AU ohne persönlichen Arztkontakt

Telefonische Krankschreibung von 7 auf 14 Tage ausgeweitet


Keine Ressourcenverschwendung während der Corona-Krise

Marburger Bund fordert Bürokratie-Entlastung für Ärzte