Für Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen

Projekt “Klimaretter – Lebensretter”: Hier können Gesundheits-Profis für den Klimaschutz aktiv werden!

Alle Wege beginnen mit dem ersten Schritt – auch jene, die den Klimawandel bremsen. Das Projekt KLIMARETTER – LEBENSRETTER der Stiftung viamedica lädt Beschäftigte des Gesundheitswesens zu einem Selbstversuch ein. Ihr Klimaretter-Tool berechnet, wieviel CO2 sie allein oder im Team einsparen. Sie treten dabei in einen spielerischen Wettbewerb mit anderen. Das ARZT & WIRTSCHAFT-Team macht mit – Sie auch?

Testen Sie es: Der eigene CO2-Fußabdruck schrumpft bereits, wenn die täglichen zwei Liter Trinkwasser aus dem Hahn statt aus der gekauften Wasserflasche kommen. Und jeder Höhenmeter auf der Treppe statt im Aufzug, jeder Meter auf dem Fahrrad statt im Auto spart CO2 und senkt die Belastung des Klimas. Das Projekt “Klimaretter – Lebensretter” macht die kleinen Beiträge und ihre große Wirkung sichtbar.

Alles, was man dafür tun muss, ist sich anzumelden und die eigenen Maßnahmen in das Online-Tool einzutragen. Das berechnet dann die Ersparnis an CO2. Um die Betriebe und Beschäftigten aus der Gesundheitsbranche zu weiteren klimafreundlichen Alltagsaktionen anzuspornen, treten die Teilnehmer dabei auch noch in einen spielerischen Wettbewerb. Das ARZT & WIRTSCHAFT-Team ist schon dabei und freut sich auf viele teilnehmende Arztpraxen.

Grafik CO2-Einsparung 2019/2020 in kg

Registrieren und loslegen

Eine Kurzanleitung dazu, wie Sie sich registrieren und mitmachen können, finden Sie im Kasten am Ende dieses Beitrags. Wer angemeldet ist, loggt sich mit seiner E-Mailadresse und dem selbst gewählten Passwort ein. Mit einem Klick auf den Button „Klimaretter-Tool“ gelangt man zu einer Auswahl von 22 grünen Kacheln mit verschiedenen Aktionen. Diese lassen sich einfach und ohne großen Aufwand am Arbeitsplatz umsetzen. Unter jeder Maßnahme ist vermerkt, wieviel CO2 sie einsparen können. Ist ein persönlich gut umsetzbares Thema ausgewählt, lässt sich über einen Regler einstellen, wie lange es laufen soll. Wer eine Maßnahme ohnehin schon durchführt, hat leichtes Spiel: Dann läuft der CO2-Sparzähler praktisch mühelos. Je nach Ehrgeiz wäre dann eventuell Raum für eine zweite oder dritte Aktivität.

Abrechnung mal anders

Das persönliche CO2-Sparkonto im Klimaretter-Tool füllt sich mit jeder abgeschlossenen Aktivität. Dazu meldet sich das Tool am Ende des gewählten Aktionszeitraums per Mail. DieTeilnehmer werden dann gefragt, ob die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen wurde. Ist das der Fall, wird die eingesparte Menge CO2 dem persönlichen Konto gutgeschrieben. An dieser Stelle spielt das Tool mit der Compliance der Klimaretter. Denn das eigene Konto wachsen zu sehen, macht den Erfolg sichtbar und stärkt so das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Dass der CO2-Rechner unter „Ergebnisse“ auch den Kontostand der eigenen Gruppenmitglieder und den Erfolg anderer Unternehmen und Arztpraxen zeigt, verbindet im gemeinsamen Handeln. Es stachelt die Ambitionen der Klimaretter an. Außerdem verrät das Tool unter „Quellen und Tipps“, auf welche wissenschaftlichen Messdaten und Voraussetzungen sich die Berechnung der Einsparpotenziale an CO2 stützt.

Unwesentlich ist im Übrigen, ob die Teilnahme am Wettbewerb unter Klarnamen oder Pseudonym erfolgt.

Das Klimaretter-Projekt ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Schirmherr ist Prof. Frank Ulrich Montgomery, Ehrenpräsident der Bundesärztekammer. Mit dieser Verankerung gewinnt das Tool zum Schutz des Klimas auch an Öffentlichkeitswirksamkeit. Am deutlichsten wird das durch dem jährlich verliehenen Klimaretter-Award.

„Nicht nur über den Klimawandel reden, sondern mit kleinen Projekten konkret etwas tun – das gefällt mir.“ Ina Reinsch, Redakteurin Wirtschaft

„Tolle Aktion! Ich werde die nächsten zwölf Wochen nur Leitungswasser trinken.
Das spart 33,6 Kilo CO2.“
Rüdiger Sprunkel, Geschäftsleitung

„Ich bin dabei! Als erste Aktion mache ich ‚Licht aus in ungenutzten Räumen‘“.
Melanie Hurst, Ressortleiterin Wirtschaft

„Mein Mobilitätsverhalten habe ich schon umweltfreundlich gestaltet. Nun soll mein Fleischkonsum sinken.“ André Gieße, Redakteur Wirtschaft + Finanzen

In jedem Fall preiswürdig

Jedes Jahr werden die erfolgreichsten Klimaretter in drei Kategorien ausgezeichnet: die drei besten Unternehmen und die drei besten Teams sowie außerdem die fünf besten Einzelpersonen. Wie im vergangenen Jahr wird die Preisverleihung auch am 5. Mai dieses Jahres wohl noch einmal virtuell erfolgen.

Unabhängig von dieser offiziellen Auszeichnung können alle teilnehmenden Arztpraxen auch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst ehren. Ein Klimaretter-Frühstück oder eine vegane Essenseinladung wäre eine Idee. Wenn die Ausgezeichneten einverstanden sind, könnten auch die Patientinnen und Patienten im Wartezimmerfernsehen von der erfolgreichen Teilnahme an der Aktion zum Thema Klimaschutz erfahren.

Smalltalk über große Dinge

Wie sehr Gesundheit – und damit Glück und Wohlbefinden – von einem gesunden Planeten abhängen, wird immer deutlicher. Nicht zuletzt hat die Corona-Krise gezeigt, was Klimawandel auslösen kann. Ärzte und Ärztinnen wurden an ihre Grenzen gebracht. Das sind gute Argumente dafür, Klimaschutz im Wartezimmer zu propagieren oder als Einstieg in eine Beratung bei lebensverändernden Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zu nutzen. Teil einer Bewegung zu sein, die über die eigenen Bedürfnisse, über Grenzen und Generationen hinaus denkt, kann Lebensstilveränderungen anstoßen und tragen. Umgekehrt wird die Therapie von Asthma und COPD erfolgreicher sein in Städten mit sauberer Luft. Auch die glykämische Kontrolle ist bei aktiven Menschen besser. Wenn sich in niederschwelligen Aktivitäten Viele – mit hohem sozialen Ansehen – zusammenschließen, lassen sich gesündere Verhaltensweisen als Norm etablieren.

… mit uns oder mit der Praxis
Logo Klima + LebensretterRegistrieren Sie sich kostenlos als Leserin oder Leser unter www.klimaretter-lebensretter.de. Im Login klicken Sie auf „Jetzt registrieren“, wählen Sie als Unternehmen Arzt & Wirtschaft aus, treten Sie dem „Team DOC“ bei und messen Sie sich mit uns, der „Gruppe Arzt & Wirtschaft“. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Praxis-Team und Ihrem Logo als eigenes Unternehmen anmelden, gegen einen geringfügigen Projektkostenzuschuss. Die Anmeldung beginnt dann auf der Website www.projekt.klimaretter-lebensretter.de unter dem Reiter „Mitmachen“. Wenn Sie mit der eigenen Praxis antreten, bietet Ihnen die Initiative ein Maßnahmenpaket für Ihren praxisinternen Beitrag zum Klimaschutz sowie viele Unterlagen im Downloadbereich.
Anzeige

Professionelle und hygienische Tafelwasserversorgung für Ihre Praxis

Sie suchen eine Rundum-sorglos-Lösung für die Wasserversorgung Ihres Praxis-Teams sowie Ihrer Patientinnen und Patienten? Hier ist die Lösung für Ihre Praxis. Mehr
Author's imageServiceredaktion

Weitere Artikel zum Thema:

Aktuelle Vorschriften

Patientenrechte: Kein Corona-Test – keine Behandlung?


Whistleblowing

In der Privatpraxis: Ärztin weist auf Haftungsrisiken hin – Kündigung!


Aktien

Der zweite Aufstieg Asiens – und was er für Anleger bedeutet


Aktuelles Urteil zum Arbeitsrecht

Klinikarzt zeigt Chefarzt wegen Sterbehilfe an – Kündigung!


Geschwindigkeitsverstoß

Geschwindigkeitsverstoß beim Hausbesuch: So können Ärzte sich gegen das Bußgeld wehren