GKV-Verordnungen

Nettoausgaben für Arzneimittel wieder leicht gestiegen

Zu Beginn des neuen Jahres sind die Nettoausgaben der GKV für Arzneimittel wieder gestiegen: Sie nahmen nach Angaben des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) im Januar 2012 um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu.

Das berichtet die KBV unter Berufung auf eine Frühinformation des DAV. Unterdessen hielt der Trend der Vorjahre zur Verschreibung größerer Arzneimittelpackungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auch im vergangenen Jahr an. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitutes Insight Health hervor.

Demnach haben die Vertragsärzte im vergangenen Jahr etwa 680 Millionen Packungen mit Fertigarzneimitteln und somit 0,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor verordnet. Die reale Verbrauchsmenge stieg um 1,8 Prozent auf 43,9 Milliarden Standardeinheiten. Innerhalb der Rabattverträge stieg die Quote der Altoriginale auf fast 25 Prozent, der Anteil patentgeschützter Arzneimittel verdoppelte sich auf 11,5 Prozent. Nichtsdestotrotz dominieren Generika mit einem Anteil von 70 Prozent auch weiterhin die Rabattverträge.

Ein anderes Bild hat die Analyse des Gesamtmarktes ergeben: Hier schrumpfte der Patent- und Altoriginalmarkt das vierte Jahr in Folge. Die Verschreibungen von patentgeschützten Arzneimitteln sanken um fast drei Prozent, die von Altoriginalen um fast sieben Prozent. Insight Health zufolge waren im Jahr 2011 51 Prozent aller verordneten Fertigarzneimittel in der GKV rabattiert. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 32 Millionen Verordnungen im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Blick in die neun verordnungsstärksten Teilmärkte (Indikationsgruppe ATC-3 nach EphMRA) mit einem Volumen von mehr als 20 Millionen Verschreibungen zeigt bei den Schilddrüsenpräparaten (H03A) ein Plus von 5,1 Prozent, bei den Ulkustherapeutika (A02B) von 4,3 Prozent sowie den Antidepressiva (N06A) von 4,1 Prozent. Einzig die Diuretika (C03A) verzeichneten einen Rückgang – und zwar um 0,3 Prozent.

Die Zahlen und Berechnungen von Insight Health basieren auf einer Vollerhebung der abgerechneten GKV-Verordnungen von Fertigarzneimitteln aus dem ambulant-ärztlichen Sektor und den ABDATA-Rabattinformationen.

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