HzV-Vertrag in NRW

Neu geschiedst ab Januar 2015

In Nordrhein-Westfalen wurde der bestehende Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung zwischen den Hausärzteverbänden Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie einer Vielzahl von Krankenkassen neu geschiedst. Damit haben fast alle GKV-Versicherten in NRW Zugang zur Hausarztzentrierten Versorgung. Die Neujustierung garantiert Hausärztinnen und Hausärzten eine bessere Vergütung sowie den Patienten eine umfassendere Versorgung. Für die Hausarztzentrierte Versorgung in NRW bieten sich somit klare und verlässliche Perspektiven.

Der geschiedste Versichertenwert in Höhe von durchschnittlich 65 Euro ermöglicht eine deutlich bessere Bezahlung der Leistungen von Hausärztinnen und Hausärzten als in der kollektivvertraglichen Versorgung. Der Vertrag wird von den bisherigen nicht praktikablen Bereinigungsregelungen losgelöst und gilt mindestens bis zum 31.12.2018. Wichtig ist, dass mit jedem Quartalsabschluss die Hausärztinnen und Hausärzte zukünftig ihre abschließende Vergütung definitiv kennen; auf eine rückwirkende Spitzabrechnung wird verzichtet. Der Vertrag ist rückwirkend zum 01.01.2015 vergütungswirksam. Der Bundesvorsitzende des Deutsches Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt sagte: „Der Schiedsspruch in Nordrhein-Westfalen ist, bei allen Schwächen, die ein solcher Kompromiss mit sich bringt, ein wichtiger Schritt nach vorne, um auch in NRW den Versicherten eine Hausarztzentrierte Versorgung in unserem Sinne anbieten zu können.“ Der neu geschiedste Vertrag gilt für folgende Krankenkassen: AOK Rheinland/Hamburg, AOK Nordwest, Barmer GEK, DAK, HEK, KKH, hkk, Knappschaft, Novitas BKK, IKK gesund plus, BKK Mobil Oil, BKK Henschel plus, BKK EWE.

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