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Das sollten Sie bei der Planung von Betriebsveranstaltungen beachten

In mehreren neuen Entscheidungen hat der Bundesfinanzhof (BFH) seine Rechtsprechung zur Teilnahme an Betriebsveranstaltungen bei Arbeitnehmern fortentwickelt.

Bei der Berechnung der Freigrenze sind nur solche Kosten des Arbeitgebers einzubeziehen, die geeignet sind, beim Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil auszulösen. Das sind nur solche Leistungen, die die Teilnehmer unmittelbar konsumieren können:
• Kosten für die Ausgestaltung der Betriebsveranstaltung – insbesondere Mietkosten und Kosten für die organisatorischen Tätigkeiten eines Eventveranstalters – sind grundsätzlich nicht zu berücksichtigen.
• Die zu berücksichtigenden Kosten können zu gleichen Teilen auf die Gäste aufgeteilt werden, sofern die entsprechenden Leistungen nicht individualisierbar sind. Aufzuteilen ist der Gesamtbetrag dabei auch auf Familienangehörige, sofern  diese an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Der auf die Familienangehörigen entfallende Aufwand ist den Arbeitnehmern bei der Berechnung, ob die Freigrenze überschritten ist, jedoch nicht mehr zuzurechnen (Urteile vom 16. Mai 2013, Az. VI R 94/10 und VI R 7/11).

A&W-Kommentar
Die geänderte Rechtsprechung ermöglicht deutliche Erweiterungen bei der Durchführung von Betriebsveranstaltungen. Entsprechende Planungen sollten die neue Berechnung berücksichtigen.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und E-Mail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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