Kostenlose Selbstauskunft nutzen

Schufa-Selbstauskunft: Warum Ärzte sie nicht weitergeben sollten

Verlangen Banken, Vermieter oder andere Vertragspartner vom Praxisinhaber eine Schufa-Auskunft, kann man in die entsprechende Datenabfrage einwilligen. Manche Ärzte geben aber auch die schon vorhandene Selbstauskunft weiter. Ein Fehler.

(dpa/tmn) Einmal im Jahr dürfen Verbraucher eine kostenlose Übersicht ihrer Daten bei Auskunfteien wie der Schufa anfordern. Das ist sinnvoll, denn es kann durchaus vorkommen, dass Schufa & Co. noch veraltete oder gar falsche Daten gespeichert haben. Die kann man natürlich auch korrigieren lassen. Die größere Falle lauert an anderer Stelle.

Vor allem, wenn Banken, Vermieter oder andere Geschäftspartner um eine Schufa-Auskunft bitten, ist Zurückhaltung bei der Weitergabe der Dokumente angebracht. Tatsächlich wird, wenn es um Kredite, Leasing oder die Anmietung einer Praxis geht, meist nach einer Schufa-Auskunft verlangt. Finanzinstitute fordern die Daten selbst an, dafür brauchen sie allerdings die schriftliche Zustimmung des Arztes. Wer die Einwilligung nicht unterschreiben will, kann die Bonitätsauskunft auch selbst anfordern. Auf keinen Fall sollten Ärzte aber die Selbstauskunft weitergeben, die sie von der Schufa oder einer anderen Auskunftei erhalten haben.

«In der Selbstauskunft sind in der Regel alle Daten gespeichert, die die Schufa über einen besitzt», erklärt Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern. Die in der Selbstauskunft enthaltenen Daten seien sensibel. So beinhaltet die Selbstauskunft unter anderem den Überblick darüber, woher die Daten stammen und an wen sie in den letzten 12 Monaten weitergeleitet wurden; sowie den Wahrscheinlichkeitswert, der den anfragenden Unternehmen mitgeteilt wurde. Die Details interessieren Hausbank oder Vermieter sicherlich auch, gehen die beiden aber nichts an.

Wer nicht zuviel von sich preis geben will, hat zwei Möglichkeiten, sensible Daten zu schützen. Er kann eine Bonitätsauskunft statt einer Selbsauskunft anfordern. Die enthält weniger persönliche Daten und ist explizit zur Weitergabe gedacht. Allerdings wird diese Form nicht von allen Auskunfteien angeboten und wenn doch, dann ist sie kostenpflichtig. Die andere Möglichkeit: Schwärzen Sie die Daten, die sie nicht preisgeben wollen, einfach direkt auf der Auskunft. Keine wirklich elegante Variante, aber eine sehr wirksame.

Anzeige

CGM ermöglicht TI-Anbindung ohne Aufpreis

Bereits 30.000 Ärzte und Zahnärzte ließen ihre Praxis durch CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) kostenneutral an die Telematikinfrastruktur (TI) anbinden. Sowohl Basisausstattung als auch die l... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Geldanlage

Banken müssen Provisionen offenlegen


Anlageberatung

Schlechte Noten für die Banken


Finanzkrise

Finanzkrise: Kreditklemme erreicht Praxisinhaber


Banken müssen Anlagegespräche jetzt dokumentieren


Weiterbildungsangebot der apoBank

Kostenlose Seminare für Heilberufler


Anzeige