Mehr Schutz für Patienten

Notfallpraxen der KV Hamburg in Altona und Farmsen werden reine Infektpraxen

Die Notfallpraxen der KV Hamburg in Altona und Farmsen werden zu reinen “Infektpraxen”. Bis auf Weiteres können sich dort nur noch Patientinnen und Patienten mit Erkältungssymptomen behandeln und bei Indikation auf Corona testen lassen.

Wer in Hamburg außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten medizinische Hilfe braucht, kann sich an die Notfallpraxen wenden. Die werden jetzt allerdings nach Einsatzgebieten aufgeteilt: An den Standorten Altona und Farmsen werden nur noch Patienten mit Erkältungssymptomen behandelt. Parallel dazu stehen die Notfallpraxen der KVH am UKE, in Harburg und in Reinbek nur noch für die ärztliche Notfallversorgung von Menschen ohne Erkältungssymptome zur Verfügung.

Infektion von Patienten verhindern

Mit dieser zielgruppenspezifischen Aufteilung der bestehenden Notfallpraxen will die KV Hamburg angesichts steigender Infektionszahlen eine Versorgungsstruktur schaffen, die konsequent auf die Trennung symptomatischer und asymptomatischer Menschen ausgerichtet ist.

„Wegen der hohen medialen Aufmerksamkeit auf die Corona-Infektionen geht ein wenig unter, dass die Notfallpraxen auch weiterhin viele Patienten mit anderen Erkrankungen behandeln“, erklärt Walter Plassmann, Vorstandsvorsitzender der KV Hamburg, „in den vergangenen Wochen ist es aber zunehmend schwergefallen, in den Praxen die notwendige Trennung dieser nicht-infektiösen von den infektiösen Patienten sicherzustellen.“ Mit der Einrichtung von Infektpraxen an den Standorten Altona und Farmsen trage die KVH zur größeren Sicherheit und zum Schutz der Patientinnen und Patienten vor Ansteckung bei. „Außerdem gehen wir davon aus, dass sich die klare Zuordnung positiv auf die Abläufe und die Wartezeiten in den Notfallpraxen auswirkt, gerade in der Grippesaison, in der die Infektionszahlen naturgemäß zunehmen, ist dies wichtig.“

Zeitliche und räumliche Trennung

„In diesem Winter haben viele Menschen, die erkältet sind, die Angst, es könnte ja auch Corona sein“, betont Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Hamburg, „aus diesem Grund ist die konsequente Trennung von Patienten mit Infektbeschwerden, die mit Corona infiziert sein könnten, und Patienten ohne Infektbeschwerden besonders wichtig.“ In zahlreichen Hamburger Arztpraxen werde dies durch zeitliche und räumliche Maßnahmen umgesetzt; für die Versorgung in den Notfallpraxen außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten könne dies am besten durch die Verteilung der Patienten auf unterschiedliche Standorte gewährleistet werden.

Die Notfallpraxen der KV Hamburg bieten hausärztliche Versorgung außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten, in den Abendstunden, an Wochenenden und Feiertagen. Die Öffnungszeiten sind: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 19 bis 24 Uhr, Mittwoch 13 bis 24 Uhr, Samstag und Sonntag 7 bis 24 Uhr. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Die Corona-Testungen werden nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) durchgeführt.

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