Anlageberatung

Nur 3 von 23 Banken beraten gut

Die Qualität der Anlageberatung bei Banken lässt immer noch zu wünschen übrig. Das zeigt die aktuelle Untersuchung der Zeitschrift „Finanztest“. Zwei Institute fielen sogar komplett durch.

„Das Fundament steht, aber das Haus darauf noch nicht“. Das ist das Fazit der Zeitschrift „Finanztest“, die bundesweit 23 Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen getestet hat. 160 „geschulte Laien“ gaben sich als Interessenten aus und fragten nach Anlagemöglichkeiten für rund 45.000 Euro über zehn Jahre. Das Geld sollte bei Bedarf schnell verfügbar sein, ein Teil durfte auch mit etwas Risiko angelegt werden. Keine besonders schwere Aufgabe für einen Profi.

„Finanztest“ schreibt, dass immer mehr Banken die Voraussetzung für eine gute Anlageberatung erfüllen und deutlich häufiger als in früheren Tests nach den genauen Wünschen des Kunden fragen. Das Ergebnis des Tests ist trotzdem verheerend für die Branche: Von den 23 getesteten Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen erhielten nur drei die Note „gut“. Ärzte, die ihr Geld bei der Frankfurter Volksbank, der Sparda-Bank Berlin oder der Nassauische Sparkasse angelegt haben, können sich demnach glücklich schätzen. „Es bleibt viel Luft nach oben“, so „Finanztest“.

Das Gros der Kreditinstitute – darunter auch Großbanken wie Commerzbank, Deutsche Bank und Targobank –hat „befriedigend“ abgeschnitten. Diese Note erhielten auch Berliner Sparkasse, BBBank, Stadtsparkasse München, Frankfurter Sparkasse, Ostsächsische Sparkasse, Hamburger Sparkasse, Sparda-Bank West, Berliner Volksbank, Volksbank Stuttgart und Kreissparkasse Köln. Wobei die Stadtsparkasse München bei der Beratung selbst eigentlich besser abgeschnitten hat. Weil der Berater aber geschlampt und am Ende kein Protokoll ausgehändigt hat, gab es trotzdem nur ein „befriedigend“. Insgesamt wurde bei dem Test 15-mal gegen die Protokollpflicht verstoßen.

Fünf Banken wurden mit „ausreichend“ bewertet: Sparda-Bank München, Sparda-Bank Südwest, Deutsche Postbank, BW-Bank und die Sparkasse Leipzig. Komplett durchgefallen sind mit der Bewertung „mangelhaft“ die Hannoversche Volksbank und die Hypovereinsbank. Sie fielen negativ auf, weil ihre Anlageempfehlungen deutlich über dem vom Kunden gewünschten mittleren Risiko lagen.

Die Details des Tests finden Sie in der Ausgabe Finanztest 2/2016.

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