Steuerliche Förderung

Nutzen Sie die neuen Steuergesetze!

Auch der steuerliche Teil des 25-Milliarden-Wachstumspakets hat den Bundesrat passiert und ist in Kraft getreten. A&W-Autor Florian Bogner nennt die Kernpunkte des neuen „Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung“.

Kinderbetreuungskosten: Doppelverdiener und Alleinerziehende können rückwirkend zum 1. Januar 2006 durch ihre Berufsbeschäftigung bedingte Betreuungskosten für Kinder bis zu 14 Jahren zu zwei Dritteln bei der Steuer absetzen. Dabei gilt aber eine Höchstgrenze von maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr.

  • Bei lediglich einem erwerbstätigen Elternteil gilt diese Regelung nur, wenn der Partner behindert, dauerhaft krank oder in Ausbildung ist.
  • In allen anderen Fällen können Einverdiener- Ehen nur die Kosten für Kinder zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr geltend machen. In keinem Fall abzugsfähig sind Ausgaben etwa für Nachhilfestunden, Computerkurse, Musik- oder Reitunterricht sowie für die Mitgliedschaft in Sport- oder sonstigen Vereinen.

Handwerker- und Pflegeleistungen: Für Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen dürfen Privathaushalte Handwerkerrechnungen nun viel stärker absetzen. Gleiches gilt bei Betreuungsleistungen für eine pflegebedürftige Person. Konkret sind seit Jahresbeginn 2006 bis 20 Prozent der Arbeitskosten absetzbar – maximal 1.200 Euro im Jahr bei der Betreuung und höchstens 600 Euro jährlich bei Renovierungen im eigenen Haushalt.

Abschreibungsbedingungen: Zur Verbesserung der Abschreibungsbedingungen wurde inzwischen die degressive AfA (Absetzungen für Abnutzungen) für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens auf maximal 30 Prozent angehoben. Diese Regelung, von der sich die schwarz-rote Bundesregierung eine verstärkte Investitionstätigkeit erhofft, gilt rückwirkend seit 1. Januar dieses Jahres, ist vorerst aber auf lediglich zwei Jahre Geltungsdauer befristet.

Umsatzsteuer: Zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen wird die Umsatzgrenze bei der Besteuerung nach den tatsächlichen Einnahmen (Ist-Versteuerung) ab kommendem Jahr in den alten Ländern von 125.000 Euro auf 250.000 Euro angehoben. In den neuen Bundesländern, in denen derzeit schon die viel höhere Umsatzgrenze von 500.000 Euro gilt, wird diese Regelung zur Ist-Versteuerung bis Ende 2009 verlängert.

 

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