Pro und Contra

Offene Immobilienfonds: Solide Renditechance für Geduldige

In den letzten Jahren standen offene Immobilienfonds immer wieder in der Kritik. Doch auf Grund der aktuellen Niedrigzinsphase rücken sie trotzdem wieder in den Fokus der Anleger. Für alle, die einen langen Atem haben, kann diese Anlageform eine gute Ergänzung im Depot sein.

Bei den offenen Immobilienfonds stimmt der alte Spruch: Die einen sagen so, die anderen so. Die Anlage hat Gegner und Befürworter. Wer ist nun im Recht?

Keine der beiden. Die Gegner verweisen darauf, dass die Aufsichtsbehörde bei 15 von 16 eingefrorenen Fonds die Abwicklung angeordnet hat. Übersetzt: Die Anteile werden nur noch ratenweise zurückgegeben. Außerdem bekommen die Sparer auch nicht alles zurück und bleiben auf einem Anteil sitzen. Fondsanteile können an die jeweilige Fondsfirma retourniert oder an der Börse (zum Beispiel Hamburg) verkauft werden. Allerdings natürlich immer nur mit verlustreichen Abschlägen.

Neue gesetzliche Regelungen

Nach der Krise der offenen Immobilienfonds hat der Gesetzgeber die Konditionen für offene Immobilienfonds mehrfach geändert. Wer jetzt Kapital in einen offenen Immobilienfonds einlegt, muss mindestens 24 Monate die Fondsanteile halten, und zwölf Monate bevor er das Geld zurückerhalten möchte, die Anteile kündigen. Diese Entscheidung ist danach nicht mehr rückgängig zu machen. Nach zwölf Monaten wird das Kapital ausgezahlt.

Generell sind die Renditen geringer geworden. Mehr als zwei bis drei Prozent gibt es nicht. Weiteres Manko: Die Aufschläge beim Erwerb können bis zu sechs Prozent betragen Zum Beispiel bei den Sparkassen.

Das bedeutet: In den ersten zwei bis drei Jahren gibt es keinen Ertrag. Das schreckt ab. Zum einen werden die Fonds beim Kauf von Immobilien von den gestiegenen Marktpreisen getroffen; zum anderen ist die vorhandene Liquidität ohne Zinsgewinn.

Pluspunkt stabile Immobilienmärkte

Die Befürworter sagen, dass die „Marktbereinigung bald vorüber sei“. So Steffen Sebastian, Professor für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg. Nach einer MSCI-Studie über Immobilienmärkte gelten Deutschland und die deutschsprachigen Länder – neben den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Finnland – als stabile Immobilienmärkte.

Mehr Rendite als Festgeld

Die neuen Regelungen über Mindesthaltung und Kündigungsfristen schufen neues Vertrauen und brachten Investoren zurück. Die Anleger steigen wieder ein. Neben hoher Sicherheit sprechen weitere Argumente für Immobilienfonds: die niedrigen Sparzinsen und die mittelfristig hohen Ausschüttungen. Zwar erreichen offene Immobilienfonds derzeit nicht die Höhe früherer Renditen, doch sie bringen Anleger mehr als Tages- und Festgeld.

A&W-Kompakt
Offene Immobilienfonds

  • Sie sind zur Beimischung im Depot gedacht
  • Wenn Sie solche Papiere haben, ruhig bleiben. Meist wird die Anteilrücknahme nur kurz ausgesetzt
  • Gute Fonds werden auch künftig solide Rendite bringen
  • Verkauf an der Börse möglich
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