Medikamente gegen seltene Krankheiten im Fokus

Pharma: Mehr Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten erwartet

Die Pharma-Branche erwartet bis 2022 ein deutlich größeres Wachstum des Marktes für verschreibungspflichtige Medikamente als in den vergangenen Jahren. Das Volumen soll laut einer Prognose des Londoner Marktforschers Evaluate auf bis zu eine Billion Dollar ansteigen.

Unternehmen und Anleger der Pharma-Branche dürfen sich auf gute Geschäfte freuen: Der Weltmarkt für verschreibungspflichtige Medikamente wird von 774 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf ein Volumen von rund eine Billion ansteigen. Das prognostiziert das Marktforschungsinstitut Evaluate in seiner Analyse „World Preview 2017 – Outlook to 2022“. Für das durchschnittliche Jahreswachstum von 6,5 Prozent sollen vor allem Mittel gegen seltene Krankheiten verantwortlich sein.

Tatsächlich sind das überraschend gute Nachrichten für die Branche. Denn der Pharma-Weltmarkt bewegte sich in den vergangenen Jahren nur wenig: Von 2011 bis 2016 wuchs er nur von 732 Milliarden Dollar auf 768 Milliarden Dollar. Das war durchschnittlich nur ein Prozent Plus pro Jahr. 2012 musste im Vergleich zum Vorjahr sogar ein Rückgang um 13 Milliarden Dollar verbucht werden.

Starker Zuwachs schon 2018 erwartet

Bereits im kommenden Jahr soll vor allem der Markt für Medikamente gegen seltene Krankheiten regelrecht explodieren: Bis 2022 sollen diese Mittel ihren Umsatz sogar fast verdoppelt haben – von zuletzt 115 Milliarden Dollar auf 209 Milliarden. Ihr Anteil am Gesamtmarkt dürfte dann bei rund 20 Prozent liegen. Nicht nur für betroffene Patienten ist der neue Trend sich in der pharmazeutischen Forschung  mehr auf die Entwicklung individualisierter Arzneimittel zu konzentrieren, ein Segen. Auch die Anleger werden langfristig sicher davon profitieren.

Krebsmittel besonders gefragt

Auch für Medikamente in der Krebs-Bekämpfung prognostizieren die Marktforscher eine Verdoppelung der Umsätze von 94 Milliarden Dollar (2016) auf 192 Milliarden Dollar (2022). Die Hälfte davon soll auf Medikamente entfallen, die erst noch auf den Markt kommen werden. Starkes Wachstum wird auch in den Marktsegmenten Antidiabetika und Impfstoffe erwartet. Einen Rückgang soll es hingegen im Markt für Anti-Virals geben.

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