Direkte Euro-Umrechnung im Reiseland wird schnell zur Kostenfalle

Planen Sie eine Reise? Achten Sie auf die richtige Reisekasse!

Deutschland, Europa, Asien, Südamerika – der Deutsche reist nach wie vor gern. Und obwohl die europäischen Länder mehr als drei Viertel der Reiseziele ausmachen: Über die richtige Reisekasse sollte sich jeder Gedanken machen, der on tour geht.

Bargeld in Landeswährung ist unkompliziert und wird nahezu überall akzeptiert. Das schätzen auch „Langfinger“. Deshalb sollte man Sorten nur für die ersten Urlaubstage – plus einer kleinen Notfall-Reserve – vor Reiseantritt über seine Hausbank bestellen. Im Reiseland tauscht man dann nach Bedarf, dort gibt es oft sogar den besseren Umtauschkurs. Ein zusätzlicher Tipp von Stefan Geib, Niederlassungsleiter Commerzbank München-Süd: „Am besten heben Sie nicht direkt am Flughafen Geld ab. Günstigere Wechselkurse und Gebühren gibt es häufig in den Urlaubsorten.“

Auf die richtige Karte setzen

Girokarten mit Maestro-Logo sind in der Regel die kostengünstigere Alternative zur Kreditkarte und werden in vielen Ländern akzeptiert. Sie eignen sich sowohl zum Abheben am Geldautomaten als auch zum bargeldlosen Bezahlen beim  Einkaufen oder im Restaurant. Allerdings gibt es Tages- und Wochenlimits für den Karteneinsatz. „Überprüfen Sie vor Reisebeginn, ob die Karte im Reiseland eingesetzt werden kann und ob das Limit angepasst werden sollte“, rät Geib.
Besonders hilfreich sind Karten, die Versicherungen beinhalten: Sie bieten zum Beispiel Schutz bei Karten-Missbrauch, Krankheitsfällen im Ausland, Reisegepäckverlust, Handymissbrauch und Bargeldverlust. „Dadurch werden zusätzliche Reiseversicherungen oft überflüssig. Wer sich vorher informiert, spart Zeit und Kosten. Unsere Premium Kreditkarte hat ein großes Versicherungspaket und ermöglicht es auch, jährlich bis zu 25mal kostenlos im Ausland Bargeld abzuheben“, sagt Geib.

Nicht in die Kostenfalle tappen

Auch wenn das Geld im Urlaub „lockerer sitzt“, beim Bargeldabheben im Ausland lassen sich Kosten „locker“ vermeiden. Einen größeren Betrag abzuheben ist wegen der anfallenden Mindestgebühr meist günstiger, als häufig kleinere Beträge. Und oft wird beim Bargeldabheben angeboten, den Auszahlbetrag direkt in Euro umzurechnen („Sofortumrechnung“ oder „Auszahlung mit Umrechnung“). Dabei wird im Display neben dem Betrag in Landeswährung auch gleich der Betrag in Euro angezeigt, was viele Reisende als angenehm empfinden. Geib empfiehlt: „Vorsicht, hier erfolgt die Umrechnung oft zu einem für den Reisenden ungünstigen Umrechnungskurs und enthält zudem auch noch eine Provision. Ein solches Angebot sollte daher besser nicht angenommen werden.“ Bei einer Abbuchung in Landeswährung rechnet die Kartengesellschaft dagegen zum fairen Umrechnungskurs ab.

Den Kontostand im Blick behalten

Wer Onlinebanking nutzt, kann auch im Ausland seinen Kontostand im Blick behalten. „Moderne Apps, wie zum Beispiel die kostenlose Kontostands-App der Commerzbank, ermöglichen das mobil mit nur einem Klick“, erläutert Geib. Hierfür muss sich der Kunde vorher bei seiner Bank freischalten lassen.

Vor Diebstahl schützen

Bargeld wird während eines Urlaubs – wenn möglich – am sichersten im Hotelsafe aufbewahrt. Unterwegs am besten nur kleine Summen mitnehmen und diese nah am Körper tragen, zum Beispiel in einem Brustgurt oder einer Gürteltasche. „Girokarte, Kreditkarte und Bargeld unbedingt getrennt voneinander aufbewahren, das schützt bei einem Diebstahl wenigstens teilweise“, rät Geib. Geheimzahlen (PINs) für Karten prägt man sich am besten gut ein. Sie sollten niemals schriftlich festgehalten oder im Handy ungeschützt abgespeichert werden. Tipp: Bei einigen Banken kann man sich seine PIN selbst aussuchen. Bei der PIN-Eingabe am Geldautomaten sollte man sich vor Blicken schützen und bei Auffälligkeiten am Geldautomaten oder Zahlterminal den Vorgang sofort abbrechen. Nach Möglichkeit nutzt man Geldautomaten innerhalb eines Bankgebäudes und zu den Öffnungszeiten, so hat man im Notfall gleich einen Ansprechpartner. Und wer mit seiner Karte in Geschäften oder Restaurants bezahlt, sollte den Verkäufer oder Kellner mit der Karte nicht alleine ins „Hinterstübchen“ verschwinden lassen. Den Betrag grundsätzlich vor Unterschrift oder Bestätigung prüfen – schnell ist ein Komma nach hinten „verrutscht“ und man zahlt statt 50 plötzlich 500 Euro.

Im Notfall schnell handeln

Wenn Giro- oder Kreditkarte verloren gehen oder gestohlen werden, sollte man die Karte sofort sperren lassen und  Anzeige bei der Polizei erstatten. Die zentrale Sperrnummer der Kreditwirtschaft für Girokarten lautet 0049 1805-021021. Für Kreditkarten erfährt man diese von der eigenen Bank. Im sogenannten SOS-Infopass sind alle Sperr-Notrufnummern aufgeführt. Dieser Pass ist kostenlos erhältlich unter  https://www.kartensicherheit.de/de/pub/oeffentlich/kartensperrung/sos_infopass.php.

Für die Sperrung einer Girokarte wird die IBAN benötigt, bei der Sperrung einer Kreditkarte die 16-stellige Kartennummer. Um auf Nummer sicher zu gehen, kopiert man sich vor der Abreise am besten Vorder- und Rückseite der Karten und bewahrt die Kopien getrennt von den Karten auf.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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