Durchschnittlicher Zugewinn

Praxen erhalten bundesweit über sieben Prozent mehr Honorar

Der durchschnittliche Honorarzugewinn je Praxis in 14 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) liegt laut KBV bei 7,4 Prozent. „Die absoluten Zahlen sind besser ausgefallen als erwartet. Sie dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vor Ort noch viele Probleme gibt, die wir lösen müssen“, kommentierte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Köhler. 

Die einzige Arztgruppe, die bei gesamtdeutscher Betrachtung verloren habe, seien die Orthopäden mit einem Honorarminus von vier Prozent. Aber auch innerhalb der Arztgruppen gibt es der KBV zufolge zum Teil deutliche Schwankungen. Ein Beispiel seien die Hausärzte. Diese hätten in der Summe zwar zehn Prozent gewonnen. Allerdings verzeichneten in Sachsen-Anhalt 95 Prozent der Allgemeinmediziner einen Honorarzuwachs, in Baden-Württemberg gelte dies nur für 14 Prozent. Insgesamt reicht die Spanne der Honorarentwicklung je Arztgruppe laut KBV bundesweit von minus vier Prozent bis zu plus 21 Prozent. „Als Fazit bleibt festzuhalten: Wir befinden uns mitten auf der Strecke hin zu einer adäquaten Vergütung. Doch dieser Weg bleibt schwer und holprig“, sagte Köhler.

Wesentliche Ziele seien aber erreicht worden: Nach 20 Jahren sei die Finanzierung für die ambulante Versorgung nicht mehr durch die Grundlohnsumme gedeckelt, so der Vorstandsvorsitzende. In Ostdeutschland stieg die Vergütung insgesamt auf rund 95 Prozent des Westniveaus.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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