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10 Fragen, mit denen Bewerber im Vorstellungsgespräch durchleuchtet werden

von A&W Online

Vorstellungsgespräch
Foto: contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Man darf Bewerbern zwar nicht jede private Frage stellen, aber mit den richtigen können Chefs tief ins Innere der Kandidaten blicken. Hier die Top-10-Fragen, die einen beim nächsten Bewerbungsgespräch garantiert erwarten.

Für Bewerber und Arbeitgeber geht es in einem Bewerbungsgespräch um viel. Der eine möchte einen guten Job, der andere einen fleißigen Mitarbeiter, der gut ins Team passt. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt vor der Entscheidung nicht. Doch manche Fragen und Antworten lassen schon ziemlich tief blicken. Hier die Top-Ten der Bewerbungsfragen, die Chefs und Kandidaten auf der Liste haben sollten.

1. Haben Sie gut hergefunden? Möchten Sie etwas trinken?

Klingt harmlos, gewährt aber auch schon tiefe Einblicke in die Persönlichkeit des Bewerbers. Mit solchen Begrüßungsfragen können Chefs nämlich schnell herausfinden, ob der Bewerber die Grundregeln des guten Benehmens und auch ein wenig Small Talk beherrscht – also im Umgang mit anderen Menschen geübt ist.

2. Was können Sie mir über Ihre bisherige Entwicklung erzählen?

Mit dieser Frage klopfen Chefs den Bewerber und seine beruflichen Qualifikationen noch mal nach Stärken und Schwächen ab. Auch die Frage nach der jetzigen Tätigkeit und ihren Schwerpunkten gehört dazu. Fällt die Antwort zu knapp aus, bohren sie nach. Und ja, der Chef hat sich den Lebenslauf vorher schon mal angeschaut. Aber er möchte Details hören und herausfinden, wo der Bewerber seine Kernkompetenz sieht.

3. Warum wollen Sie in meiner Arztpraxis arbeiten?

Ganz wichtige Frage in einem Vorstellungsgespräch, denn hier erklären Bewerber ihre Bewerbungsmotivation. Ist Ihre Praxis das Traumziel – oder sind Sie nur eine von vielen Optionen? Auf die Begründung kommt es bei der Auswahl der Top-Kandidaten an.

4. Welche Erwartungen hatten Sie, als Sie Ihre letzte Stelle antraten?

Auch hier fällt man nicht gleich mit der Tür ins Haus, möchte aber im Grunde wissen: Denn wenn sich die Erwartungen nicht erfüllt haben – woran lag es? Warum wurde der letzte Arbeitsplatz verlassen? Und wie realistisch sind die Erwartungen des Bewerbers an die neue Stelle?

5. Wo liegen Ihre Stärken – wo die Schwächen?

Der Klassiker unter den Fragen. Schwächen einzugestehen ist schwerer, als über Stärken zu reden. Wer aber auch bei den Stärken keine Antwort parat hat, ist möglicherweise inkompetent.

6. Auf welche beruflichen Leistungen sind Sie stolz und warum?

Hier dringen die Chefs tief in den Kern der Persönlichkeit ein. Es geht um die Selbsteinschätzung und das Selbstbewusstsein Ihres Bewerbers. Kann er Qualifikation und Leistungen konkret benennen? Oder nennt er Leistungen, die für die aktuelle Stelle gar keine Rolle spielen?

7. Was war Ihre schwierigste berufliche Situation und wie sind Sie damit umgegangen?

Diese Frage zählt zu den Verhaltensfragen und gibt Einblicke in die Arbeitseinstellung und Motivation. Die Antwort verdeutlicht, wie der Bewerber mit Problemen umgeht. Was er als schwierig definiert, lässt meist auch tief blicken.

8. Was unternehmen Sie, wenn eine Kollegin Material entwendet?

Wer gar nichts tut, hat schon verloren. Den Bewerber kümmert es nicht, wenn Sie betrogen werden. Und wer alles sofort petzt, dem könnte man eine Spitzelmentalität unterstellen. Am besten ist es, wenn man den Kollegen zunächst auffordert, damit aufzuhören.

9. Was wissen Sie über meine Arztpraxis?

Nun erfahren Sie sofort, ob sich der potenzielle Mitarbeiter im Vorfeld mit den Schwerpunkten Ihrer Arztpraxis auseinandergesetzt hat. Wenn nicht, zeigt das mangelndes Interesse und wirft kein gutes Licht auf ihn.

10. Was bringt es meiner Arztpraxis, Sie einzustellen?

Mit dieser provozierenden Frage prüfen Sie noch einmal die Fähigkeit des Bewerbers, sich selbst einzuschätzen und ob er sich mit den gewünschten Anforderungen Ihrer Stellenausschreibung auch wirklich beschäftigt hat.

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Author's imageIlias TsimpoulisChief Medical Officer bei Doctolib
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