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Buchführung in der Arztpraxis (Teil 4): Wie ermittle ich meinen Gewinn?


Finanzen, Buchhaltung, Buchführung, Finanzamt

Die wenigsten Praxisbesitzer wollen sich mit dem Thema Buchhaltung befassen. Sie überlassen den Papierkram gerne dem Steuerberater oder einer MFA. Um eine Praxis wirtschaftlich erfolgreich zu führen und den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten, geht es allerdings nicht ohne Basis-Know-how. In unserer Serie erläutern wir Ihnen grundlegende Begriffe und nehmen Sie mit durch Ihre ganz persönliche Buchführung.

Als Arzt sind Sie Freiberufler – und diese dürfen zur Gewinnermittlung immer die Einnahmen-Überschuss-Rechnung wählen. Dies gilt unabhängig davon, welchen Umsatz oder Gewinn sie erzielen. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist eine recht unkomplizierte Art, seinen Gewinn zu ermitteln. Es gelten keine besonderen Vorschriften. Außer der, die im Steuerdeutsch der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ihren Namen »4/3-Rechnung« gegeben hat: In § 4 Absatz 3 EStG ist vorgeschrieben, was es bedeutet, eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu machen.

»Steuerpflichtige, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, und die auch keine Bücher führen und keine Abschlüsse machen, können als Gewinn den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ansetzen. Die Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufzunehmen.«

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung wird aus der Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermittelt. Es ist weder ein Kassenbuch noch eine Inventur notwendig. Einfache Aufzeichnungen sind völlig ausreichend. Aber Vorsicht: »Einfach« heißt nicht, dass Sie alles so machen können, wie Sie möchten. Wichtig sind vor allem folgende Punkte:

Für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung gibt es einen amtlichen Vordruck der Finanzverwaltung, den Sie seit 2017 zwingend benutzen müssen. Außerdem sind Sie verpflichtet, Ihre Gewinnermittlung dem Finanzamt elektronisch zuzusenden.

Die Gewinnermittlung

Die Gewinnermittlung bezieht sich immer auf das Kalenderjahr. Entscheidend ist das sogenannte Zufluss-/Abfluss-Prinzip. Denn gleich, ob es sich um eine Einnahme oder eine Ausgabe handelt, fast jeder betriebliche Vorgang macht sich in Form von Zu- oder Abfluss von Geld bemerkbar. Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung geht es ausschließlich um diese Geldbewegungen. Entscheidend ist das Jahr der Zahlung. Wann eine Forderung fällig ist, ist bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung nicht wichtig:

Einzige Ausnahme vom Zufluss-Abfluss-Prinzip ist die sogenannte Zehn-Tage-Regel. Diese betrifft regelmäßig wiederkehrende Einnahmen oder Ausgaben wie Mieten, Zinsen oder Versicherungsprämien. Hier gibt es unterschiedliche Varianten:

 

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Elter Constanze

Journalistin. Autorin. Moderatorin. bei Constanze Elter Steuern – leicht gemacht!

Expertin darin, Steuern in Worte zu fassen. In Hörfunk, Video und Print. Im Internet und in Büchern. Für Fach- und Schulbuchverlage und öffentliche Auftraggeber. Für Steuerkanzleien und Unternehmen.

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