Gesundheit

Tonerstaub: Die unsichtbare Gefahr an der Anmeldung

Jeden Tag werden in deutschen Praxen unzählige Seiten Papier bedruckt. Das ist nicht ganz ohne. Wie sich die gesundheitlichen Risiken durch Papier- und Tonerstaub verringern lassen.

Rezepte. Überweisungen. Arztbriefe. Auch wenn sich die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Zuge der Corona-Krise beschleunigt hat: Bis die papierlose Praxis zum Standard wird, werden wohl noch viele Jahre verstreichen. Aktuell jedenfalls steht in den allermeisten Praxen die Verwaltung still, wenn Drucker oder Kopierer streiken.

Viele Alltagsprobleme – etwa lästige Papierstaus – lassen sich zwar relativ schnell und einfach beseitigen. Praxisinhaber sollten aber darauf achten, dass die Belegschaft die Geräte auch unter Zeitdruck mit Umsicht handhabt. Darauf weist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf ihrer Homepage hin. Denn beim Drucken und Kopieren, aber auch beim Beseitigen von Papierstaus oder Austausch der Kartuschen setzen die Apparate Staubpartikel frei, die in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein können. Informationsmaterial zu den Gesundheitsgefahren beim Arbeiten mit Druckern und Kopiergeräten finden Sie auf der Homepage der BAuA

Wie lassen sich Belastungen durch Tonerstaub vermeiden bzw. reduzieren?

  • Idealerweise sollten in der Praxis daher nur emissionsarme Drucker und Kopierer zum Einsatz kommen, die zum Beispiel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ zertifiziert sind.
  •  Um die Belastung mit Tonerstaub zu reduzieren, sollten Praxisinhaber die Geräte, wenn es sich räumlich einrichten lässt, nicht in der Anmeldung oder im Behandlungsraum, sondern in einem separaten Zimmer aufstellen, das gut belüftet ist.
  • Um möglichst wenig Papierstaub zu verursachen, sollten Benutzer Papier nie mit Gewalt aus dem Gerät zerren.
  • Der Einsatz von normgerechtem Druckerpapier kann die Staubentwicklung zusätzlich verringern.
  • Die Aufstellflächen von Drucker und Kopierer sollten leicht zugänglich sein, um die regelmäßige Reinigung zu vereinfachen.
  • MFA und Ärzte, die mit Toner umgehen müssen, sollten die Handhabung und die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen kennen. Idealerweise sollten sie von einem Servicetechniker eingewiesen werden.
  • Um Staubpartikel zu entfernen, empfiehlt sich die regelmäßige Reinigung der Geräte und der unmittelbaren Umgebung mit einem feuchten Tuch.
  • Sowohl nach der Reinigung als auch nach der Wartung von Druckern oder Kopierern oder dem Wechsel der Kartuschen sollten sich die Benutzer mit kaltem Wasser und Seife die Hände waschen und sie dann eincremen.

 

Sicher Drucken und Kopieren
Ärztinnen und Ärzte sollten darauf achten, dass die Drucker und Kopierer in ihrer Praxis dem Stand der Technik entsprechen. Zwar produzieren auch solche Geräte potenziell gesundheitsschädliche Staubpartikel. Diese aber lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verringern. Um die Umwelt zu schonen, sollten leere Kartuschen zudem an den Hersteller zurückgeschickt werden.

Judith Meister

Anzeige

Umsatzrechner für die Arztpraxis – objektiv, transparent und individuell

Terminausfälle, kurzfristige Absagen oder Verschiebungen und die Bindung von Ressourcen am Telefon sind die häufigsten Ärgernisse und Kostenpunkte für Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen. Digi... Mehr
Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

Weitere Artikel zum Thema:

Analyse

Immer weniger Ärzte und Ärztinnen sind selbstständig


Datenklau vermeiden

Praxissoftware: Einfach sichere Passwörter erstellen


Umfrage

Ärzte: Digitalisierung reduziert Bürokratie nicht


Monatsthema im März

Darmkrebs: KBV untersützt Ärzte mit kostenlosem Material zum Früherkennungsprogramm


Zielpläne nutzen

Praxisziele: Optimierter Sprung ins neue Jahr