Langfristige Erfolge

Praxisführung: Das motiviert Mitarbeiter wirklich

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Mitarbeiter zu mehr Leistung anzuspornen. Man kann sie verbal motivieren, was auf Dauer allerdings anstrengend ist. Oder man lockt sie finanziell, was wiederum wenig nachhaltig ist. Wer seine Mitarbeiter dagegen ermutigt und ihre Leistung anerkennt, wird langfristig die besten Erfolge erzielen. Hier die besten Motivationstipps.

Den Patienten fällt es auf: Ist hier eine gute Stimmung oder sind die Mitarbeiter unmotiviert und genervt? Nur ein gut geführtes Praxisteam wird Tag für Tag auch gute Arbeit leisten, die Patienten bestens versorgen und zufriedenstellen. Damit Ihr Team langfristig mit Elan und Spaß dabei ist, können Sie einige Dinge beherzigen:

Vorbild sein

Denken Sie daran, dass Sie als Chef eine Vorbildfunktion haben. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Pünktlichkeit zu predigen, aber selbst konsequent zu spät zu kommen, wirkt demotivierend. Nur wenn Sie selbst Ihre Werte authentisch leben, können Sie von Ihren Angestellten dasselbe erwarten. Zeigen Sie außerdem viel Leidenschaft für die Praxis. Der Chef sollte immer der engagierteste Mitarbeiter sein. Das zieht alle anderen mit.

Vertrauen schenken

Es bremst jeden Mitarbeiter, wenn der Chef ihn zu sehr kontrolliert. Denn das zeugt von wenig Vertrauen und wirkt demotivierend. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter auch mal machen statt ihnen zu sehr auf die Finger zu schauen. Je größer die Freiheit, je höher der damit verbundene Anspruch an jeden Einzelnen, desto besser werden die Stimmung und die Arbeitsergebnisse sein. Denn mit dem entgegengebrachten Vertrauen und der Eigenverantwortlichkeit macht die Arbeit mehr Spaß und jeden Einzelnen auch selbstbewusster und engagierter.

Fordern und fördern

Geben Sie Ihren Mitarbeitern neue Herausforderungen. Trauen Sie ihnen mehr zu. Vielleicht auch mehr als ihr Lebenslauf hergibt. Um gezielt die Motivation zu fördern, ist es wichtig, Freiraum für kreative Ideen zu schaffen. Das kann z. B. die Gestaltung der Praxisräume sein oder ein anderes neues Projekt für die Praxis. So kann Leidenschaft und Leistungsbereitschaft entstehen. Die Motivation ist übrigens umso höher, je mehr persönliche Stärken und Vorlieben mit den beruflichen Aufgaben übereinstimmen.

Öfter loben

Auch wenn das meiste selbstverständlich erscheint, seien Sie zwischendurch immer wieder dankbar für die Unterstützung Ihres Teams. Loben Sie Ihre Mitarbeiter. Gerade bei besonderen Leistungen. Sprechen Sie es gerne vor versammelter Mannschaft aus. Es zeigt nicht nur, dass Sie die Arbeit der anderen respektieren, sondern fördert auch die Wertschätzung. Vermeiden Sie allerdings, die Leistung des einen mit der eines anderen zu vergleichen, das könnte zu Frust führen.

Dem Team eine Stimme geben

Nichts ist für einen Angestellten schlimmer, als nur ein Hamster im Rad zu sein. Es ist deshalb wichtig, jedem Einzelnen die Möglichkeit zu geben, Kritik zu äußern, Verbesserungsvorschläge zu machen oder neue Ideen vorzustellen. Ideal dafür sind regelmäßige Meetings, bei denen alle an einem Tisch sitzen. Führen Sie ab und an auch Feedbackgespräche unter vier Augen, um zu besprechen, was Ihnen positiv aufgefallen, was vielleicht noch verbesserungswürdig ist – und was dem Mitarbeiter auf dem Herzen liegt.

Das eigene Ego hintenanstellen

Viele Vorgesetzte haben Angst, dass die Anerkennung eines Angestellten ihre eigene Position schwächt. Doch die Frage, ob jemand besser ist als man selbst, obwohl man der Chef ist, stellt sich nicht. Lassen Sie sich auch mal von etwas überzeugen. Das wirkt sympathisch und motiviert das Team. Und nur wer sein Ego zurückstecken kann, wird auch echte Anerkennung für den Mitarbeiter zeigen können. Ihre Mannschaft wird das spüren und zu schätzen wissen.

Schuldzuweisungen vermeiden

Fehler passieren. Das letzte, was ein Mitarbeiter hören möchte, sind Schuldzuweisungen, im schlimmsten Fall sogar noch ungerechtfertigte. Natürlich kommt es auch immer auf die Schwere des Fehlers an. Dann sollte ein persönliches Gespräch gesucht werden, in dem die Gründe für den Fehler besprochen werden. Das Gute daran: Der Mitarbeiter fühlt sich mit dem Problem nicht alleine gelassen und kann sich mit der Praxis weiter identifizieren.

Den einzelnen Mitarbeiter verstehen

Jeder hat auch ein Privatleben, das die tägliche Arbeit durch individuelle Erlebnisse beeinflusst. Die Motivation ist nicht nur durch das Arbeitsumfeld gekennzeichnet, sondern richtet sich auch nach den privaten Lebensbedingungen und Umständen. Nehmen Sie bei privaten Problemen eines Mitarbeiters Rücksicht, gehen Sie auf ihn ein und bieten Sie eventuell Lösungsvorschläge an.

Belohnen mit gemeinsamen Aktivitäten

Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen sind attraktiv, die daraus resultierende Motivation ist oft aber wenig nachhaltig. Schaffen Sie Ihren Angestellten auch durch besondere Erlebnisse langfristige Erinnerungen. Freikarten für Sportevents oder andere gemeinsame Unternehmungen zeigen, dass Sie sich für Ihre Mitarbeiter interessieren. Gemeinsame Erlebnisse außerhalb der Praxis lassen das gesamte Team stärker zusammenwachsen – und jeder Einzelne kommt langfristig mit Freude zur Arbeit.

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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

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