Elektronikversicherung

Praxisgeräte versichern: Für wen sich die Policen wirklich lohnen

Röntgen- und Ultraschallgeräte, PCs und kostspielige Telefonanlagen: Moderne Technologie ist aus Arztpraxen nicht mehr wegzudenken. Allianz und Co. raten Medizinern durchgehend, die teuren Geräte separat zu versichern. Doch ist das wirklich nötig?

Kompetenz, freundliches Personal, ein Händchen für schwierige Patienten – alles wichtige Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis. Doch auch das Thema IT bestimmt zunehmend, wie reibungslos und sicher in einer Praxis gearbeitet wird. Von der EDV über die Telefonanlage bis zu Kopierer und Ultraschallgerät: Ohne High Tech ist eine effiziente Betriebsführung kaum noch möglich. Die Einführung der Telematikinfrastruktur in den kommenden Monaten verschärft die Problematik zusätzlich. Der Ausfall der Praxisgeräte wird zum Wirtschaftsrisiko, Reparaturen oder Neukauf sind extrem teuer.

Viele Versicherungen offerieren daher spezielle Elektronikversicherungen für Praxisgeräte. Sie bieten eine sogenannte Allgefahrendeckung: Alle Gefahren, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen werden, sind versichert, insbesondere Vandalismus, Feuer, Überschwemmung, Bedienungsfehler oder Überspannungsschäden nach Blitzschlag. Ersetzt werden Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten.

Kein Muss für jedermann
Das klingt erst einmal komfortabel. Versicherungsberater Jörg Deppner aus Hilpoltstein warnt jedoch, nicht vorschnell eine solche Police abzuschließen. „Gerade bei neuen Geräten sind viele Schäden über Garantien oder Gewährleistungsansprüche abgedeckt“, so der Experte. „Das Risiko von Großschäden, etwa durch einen Brand, lässt sich meist günstiger über die allgemeine Sachinhaltsversicherung regulieren.“ Diese Police sei für Freiberufler das, was eine private Hausratversicherung für Privatleute ist und für jeden niedergelassenen Arzt empfehlenswert.

Nicht immer kaufen Ärzte die teuren Praxisgeräte aber selbst, sondern mieten oder leasen sie nur. Dann führt an einer Elektronikversicherung oft kein Weg vorbei. „Oft ist es vertraglich vorgeschrieben, eine entsprechende Police abzuschließen“, sagt Deppner. Ärzte sollten in diesem Fall darauf achten, Komplettpakete aus Sachinhalts- und Elektronikversicherungen bei der gleichen Gesellschaft abzuschließen. „Auf diese Weise lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern es werden auch überflüssige Doppelversicherungen ein und desselben Risikos vermieden“, so Berater Deppner.

Typische Schadensfälle
Nicht nur Naturgewalten können teure Geräte zerstören. Auch der Mensch ist ein Risiko.

Vandalismus: Praxiseinbrüche sind leider keine Seltenheit. Oft belassen es die Täter nicht dabei, Medikamente und Rezepte zu stehlen, sondern verwüsten auch die Einrichtung – inklusive der Praxisgeräte.

Missgeschicke: Ein Patient mit einem Langzeit-EKG stolperte beim Aussteigen aus seinem Wagen und stürzt. Das Gerät fällt zu Boden und wird stark beschädigt.

Überspannung: Eine defekte Steckverbindung des Hochspannungskabels führt zu Spannungsüberschlägen im Röntgengenerator. Das Gerät muss ausgewechselt werden.

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