VERSORGUNG

Praxisgründer bevorzugen zunehmend Kooperationen

Ärzte, die sich neu niederlassen, setzen immer mehr auf Kooperation. Das zeigt die „Existenzgründungsanalyse für Ärzte 2009/2010“ der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI).

Erstmals haben der Studie zufolge mehr Praxisgründer eine Kooperation gewählt als eine Einzelpraxis – zumindest in den alten Bundesländern. Danach entschieden sich in den alten Bundesländern 55,3 Prozent der Existenzgründer für eine Kooperation. „Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass in Kooperationen viele Synergieeffekte genutzt werden können und dass sich hier auch flexible Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie leichter realisieren lassen“, sagte Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank.

Unter den verschiedenen Arten von Kooperationsformen war in den alten Ländern die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) mit 37,9 Prozent am beliebtesten. Gleichzeitig wurden auch sonstige Kooperationsformen, zum Beispiel Praxisgemeinschaften, MVZs oder überörtliche BAGs, immer stärker gewählt. Im Vergleich zum Betrachtungszeitraum 2007/2008 stieg der Anteil sonstiger Kooperationsformen von 6,3 auf 17,4 Prozent. Für die Übernahme einer Einzelpraxis entschieden sich 37 Prozent der Existenzgründer, für eine Neugründung 7,7 Prozent.

Anders stellt sich die Situation in den neuen Bundesländern dar. Hier wählten 49 Prozent der Existenzgründer die Einzelpraxisübernahme. 21,8 Prozent entschieden sich für die Einzelpraxisneugründung. „Die Ursache hierfür ist unter anderem, dass man in den neuen Bundesländern vor allem ländliche und kleinstädtische Gebiete vorfindet. Hier entspricht die Einzelpraxis am besten der Nachfragesituation vor Ort“, so Heßbrügge.

Der Anteil der Kooperationen fiel mit 29,2 Prozent entsprechend geringer aus als in den alten Bundesländern. Hierbei war die BAG die am häufigsten gewählte Form der Kooperation (12,6 Prozent). In der Tendenz entwickelte sich der Anteil der BAGs jedoch rückläufig, während der Anteil sonstiger Kooperationsformen auf 16,6 Prozent stieg (2007/2008: 8,1 Prozent).

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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