Qualitätsmanagement

Praxismitarbeiter: Mehr Motivation durch leistungsorientierte Vergütung

Eine Arztpraxis muss wie jedes andere Unternehmen auch wirtschaftlich erfolgreich sein, um überleben zu können. Die Leistung der angestellten Ärzte und MFA trägt dazu bei, meist schlummert hier allerdings noch Potenzial. Praxisinhaber können leistungsorientierte Bezahlung nutzen, um ihre Mitarbeiter stärker zu motivieren.

Unter leistungsorientierter Vergütung versteht man eine variable Bezahlung, bei der sich Teile des Gehalts nach besonderen Leistungen richten. Variable Vergütung ist vor allem in Unternehmen mit Führungskräften üblich. Ein solches Leistungsentgelt kann aber auch in kleinen Firmen und Arztpraxen erfolgreich eingesetzt werden.

Leistungsentgelt beteiligt am Erfolg

Leistungsorientierte Vergütung ist für alle Mitarbeiter eine gute Möglichkeit, an den Erfolgen der Arztpraxis teilzuhaben. Für Praxisinhaber ist variable Bezahlung widerrum ein ideales Instrument zur Mitarbeitermotivation. Außerdem lassen sich mit Hilfe dieses Systems die angepeilten Unternehmensziele nachweislich leichter erreichen.

Allerdings lauern beim Thema Vergütung nach Leistung auch einige Fallen, die der Arbeitgeber möglichst vermeiden sollte. Hierbei geht es nicht nur um juristische Fallstricke, sondern auch um mögliche Befindlichkeiten innerhalb des Teams.

Folgende Tipps helfen bei der richtigen Umsetzung:

1. Nach Möglichkeit sollten nicht nur Führungskräfte, sondern alle Mitarbeiter die Möglichkeit einer zusätzlichen variablen Vergütung erhalten. Wird die leistungsorientierte Vergütung nur bestimmten Teammitgliedern zugestanden, kann es zu Konflikten kommen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, sonst schlägt die angepeilte Motivationswirkung ins Gegenteil um.

2. Vereinbaren Sie die Ziele mit Ihren MFA zu Beginn eines Jahres in protokollierten Gesprächen. Diese sollten messbar und für den Mitarbeiter erreichbar sein. Das Ergebnis muss unmittelbar auf das Engagement des Mitarbeiters zurückzuführen sein. Ziele könnten zum Beispiel sein:

  • fünf eingeschriebene Patienten in einen Direkt-Vertrag pro Monat,
  • 500 Euro monatlichen IGeL-Umsatz,
  • fünf umgesetzte Verbesserungsideen pro Jahr,
  • fünf Fortbildungstage außerhalb der Arbeitszeit pro Jahr,
  • drei Putztage in der Praxis außerhalb der Arbeitszeit pro Quartal.

3. Die Mitarbeiter sollten den Zielerreichungsgrad jederzeit prüfen können.

4. Unterscheiden Sie zwischen persönlichen Zielen und Gruppenzielen, bei denen der Erfolg dem gesamten Team zuzurechnen ist.

5. Besprechen Sie mit dem Mitarbeiter in geplanten Abständen, ob die verabretete Leistung erreicht wurde. Wurden die Ziele erreicht, sollte das Leistungsentgelt zeitnah überwiesen werden. Das hat vor allem einen psychologischen Hintergrund: Kommt das Geld deutlich später, wird es emotional nicht mehr mit der erbrachten Leistung in Verbindung gebracht.

auw.de FINANZEN-Tipp
Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter auch mit leistungsorientierten Anteilen in der Vergütung. Nehmen Sie die Abläufe in Ihr QM-System mit auf und beachten Sie bei der Gestaltung die genannten Hinweise. Aus Sicherheitsgründen macht es gegebenenfalls Sinn, die Details der so gestalteten Arbeitsverträge vor der Unterschrift nochmals durch einen fachlich versierten Anwalt prüfen zu lassen.

Anzeige

Dr. med. Hennefründ: „Sichere Liquiditätsplanung dank der PVS!“

Die „tagesklinik Oldenburg“ ist eine gynäkologische Klinik und ein Kinderwunschzentrum, also ein Zusammenschluss von mehreren Ärzten. Da ist eine verlässliche Liquiditätsplanung besonders wich... Mehr
Author's imageServiceredaktion

Weitere Artikel zum Thema:

Steuermonitor

Steuerfreie Vorteile für Mitarbeiter


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige


Marburger Bund

Sonderkonditionen für Mitglieder


Krebsregister

Vergütung für Meldungen festgelegt


Medizinische Fachangestellte

Prämiengutscheine für Fortbildungen


Anzeige