Datenklau vermeiden

Praxissoftware: Einfach sichere Passwörter erstellen

Die Privatsphäre Ihrer Patienten bedarf besonderen Schutzes – auch digital. Daher sind starke und geheime Passwörter für die Praxissoftware unabdingbar. Doch häufig werden drei typische Fehler bei der Passworterfindung gemacht.

Kennen Sie das? Der Sicherheit halber würden Sie gerne ein kompliziertes Passwort nutzen, weil Sie sich dieses aber nicht merken können, verwenden Sie ein Standardkennwort wie den Namen Ihrer Frau. Leicht zu erraten – schnell geknackt. Doch wer seine Praxissoftware schützen will, braucht starke und geheime Passwörter, um unbefugte Interessierte außen vor zu halten.

So umschiffen Sie typische Fallen:

Fehler Nr. 1: Wörter wählen

Hacker arbeiten meist mit Programmen. Einige dieser Angriffs-Tools gehen der Reihe nach alle Wörter im Duden durch. Ihr Passwort sollte dort also keinen Eintrag haben. Auch verschiedene Groß- und Kleinschreibungen werden ausprobiert, ebenso wie populäre Namen aus Film und Musik. Deshalb ist „R2D2“ aus Star Wars genauso wenig sicher wie „Sabine“.

Fehler Nr. 2: Kurze Kombis

Manche Hacker-Programme gehen alle möglichen Buchstabenkombinationen durch, zum Beispiel aab, aaab, aaabb… Da hilft nur, den angreifenden Rechner durch schieres Arbeitsvolumen auszubooten. Deshalb gelten erst zehnstellige Passwörter als wirklich sicher. Denn jeder Buchstabe mehr steigert den Aufwand für fremde Code-Knacker exponentiell. Zum Vergleich: Ein vierstelliges Passwort knackt ein typisches Hacker-Programm binnen einer Sekunde, für ein zehnstelliges benötigt es etwa zehn Jahre.

Fehler Nr. 3: Fakten aus dem Leben

Bevor Kriminelle auf die genannten Programme zurückgreifen, probieren viele erst Daten aus Ihrem Privatleben oder Ihrer Praxis aus wie Geburtstage und -orte, Namen der Partner und Kinder, Hobbys und Haustiere. Besonders Dreiste rufen in Ihrer Praxis an und versuchen so, derartige Daten herauszufinden.

Idealer Schutz: Die Akronym-Methode. Für ein richtig starkes Passwort denken Sie sich einen Satz aus, den Sie sich auf jeden Fall merken können. Zum Beispiel: „Hier arbeiten vier Frauen und drei Männer fröhlich zusammen!“ Notieren Sie dann jeweils den Anfangsbuchstaben der Wörter mit korrekter Groß- und Kleinschreibung. Ersetzen Sie „und“ durch das Sonderzeichen „&“.  Das ergibt das Passwort Ha4F&3Mfz! – unknackbar!

Einfache Abwandlung: Weil Sie nie dasselbe Passwort für verschiedene Funktionen benutzen sollten, wandeln Sie Ihr Grundpasswort beim Einloggen ab. Erweitern Sie es mit den Initialen des jeweiligen Dienstes wie Grundpasswort+KV für Kassenärztliche Vereinigung.

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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

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