PKV rettet niedergelassene Ärzte

Privatpraxen bringen 4,9 Milliarden Euro Mehrumsatz

Viele Hausärzte sind nur mit Einnahmen aus der Privatpraxis überlebensfähig. Das Wissenschaftliche Institut der PKV hat eine Vergleichsstudie zwischen den Systemen vorgelegt.

Für die Hausärzte ist der Vergleich zwischen EBM und GOÄ deshalb so bedeutsam, weil es in Politik und bei den privaten Krankenversicherern immer wieder Vorstöße gibt, die ärztlichen Vergütungen mit „Tendenz nach unten“ anzugleichen. Falls eine Einheitsgebührenordnung kommt, müssen die Hausärzte mit existenzgefährdendem Umsatz- und Ertragsverlust rechnen. Den Mehrumsatz der Ärzte durch die Behandlung von Privatpatienten veranschlagen die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung (PKV) auf 4,9 Milliarden Euro.

Beim Vergleich der Vergütungsbedingungen ist zu berücksichtigen, dass die ärztliche Versorgung in PKV und GKV unterschiedlich konditioniert ist: Unterschiedliches Vertragsverhältnis mit unterschiedlichen Abrechnungspartnern, verschiedene Gebührenordnungen mit abweichenden Leistungsabgrenzungen und Preisen und weitere für den Arzt einschränkende Regeln in der GKV.

Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine angemessene Vergütung ärztlicher Leistungen in der Privatpraxis für die Ärzte schlicht unverzichtbar ist. Würde man anstelle der Durchschnittsvergütungen der GOÄ für die jeweiligen Leistungen die Preise des EBM zugrunde legen, fand eine Analyse des Wirtschaftsforschungsinstituts Basys heraus, ergibt sich ein PKV-Preisniveau, das um 125,3 Prozent höher ist als in der GKV.

Das Wissenschaftliche Institut der PKV geht beim Vergleich der Gesamtumsätze davon aus, die Ausgaben der PKV-Versicherten lägen in der ambulanten Versorgung um rund das 2,4-Fache über den vergleichbaren GKV-Ausgaben. Dieser Vergleich umfasst den Preiseffekt und vergütungsbedingten Mengeneffekt. Der morbiditätsbedingte Mengeneffekt wurde weitgehend herausgerechnet, da den PKV-Versicherten im Hinblick auf die Alters- und Geschlechtsstruktur identische GKV-Versicherte gegenübergestellt wurden.

In einer Untersuchung auf Basis von Daten der Techniker Krankenkasse (TK) wurde festgestellt, dass eine Behandlung nach GOÄ im Schnitt 2,28-mal mehr kostet als nach EBM. Vergleichsgrundlage dieser Betrachtung war die Leistungsstruktur der TK-Kostenerstattungspatienten.

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