Anlage-Beratung

Provision nur in Ausnahmefällen

Eine interessenunabhängige und transparente Beratung soll Verbraucher vor finanziellen Nachteilen bei Vermögensanlagen schützen. Der Bund hat dazu den nötigen rechtlichen Rahmen geschaffen.

Wesensmerkmal der Honorarberatung ist, dass die Vermittlung von Finanzprodukten frei von Provisionsinteressen erfolgt. Wenn der Berater seine Vergütung ausschließlich vom Kunden erhält, ist sichergestellt, dass er die Interessen des Kunden in den Mittelpunkt der Anlageempfehlung rückt.

Wenn dem Berater keine entsprechenden provisionsfreien Anlageprodukte am Markt zur Verfügung stehen, erlaubt das Gesetz eine Provision, die jedoch unverzüglich an den Kunden weitergegeben werden muss.

Damit die Provisionsannahme bei der Honorarberatung die Ausnahme bleibt, hat Bayern über den Bundesrat durchgesetzt, dass die Honorarberater klar dokumentieren müssen, in wie vielen Fällen sie von der Ausnahmeregelung Gebrauch machen. Wer sich für die Honorarberatung entscheidet, sollte sich nicht zu einem Anlageprodukt mit Provision verleiten lassen, um sich damit das Honorar für den Berater zu sparen. Stattdessen sollten Anleger vorrangig darauf achten, dass das Anlageprodukt hinsichtlich seiner Laufzeit, Verwertbarkeit, Risiken und Renditechancen geeignet sowie transparent gestaltet ist, betont Bayerns Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber.

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