25 Prozent

Abgeltungssteuer: Reagieren Sie und sparen Sie Geld!

Die Abgeltungssteuer kommt. Sie sollten deshalb rechtzeitig steuerfreie Kursgewinne berücksichtigen und über die neuen Regeln bei Umschichtungen Bescheid wissen.

25 Prozent pauschal: Die Abgeltungssteuer ab 1. Januar 2009 in Höhe von 25 Prozent will vor allem die Dividenden und Wertsteigerungen pauschal abgelten, und zwar vollkommen egal, aus welcher Quelle die Erträge eines Wertpapiers stammen. Wertsteigerungen waren bisher und sind noch immer steuerfrei, sofern zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. „Die Nachsteuerrendite von Gewinnen aus Wertpapierverkäufen wird sich nun verschlechtern“, meint dementsprechend auch der Münchener Steuerberater Bernhard Mayer. Auch aktienlastige Fonds werden künftig stärker belastet als bisher, weil Veräußerungsgewinne unabhängig von der Haltedauer erfasst sein werden. Folge: Reine Aktienfonds dürften daher an Bedeutung verlieren und künftig häufiger thesaurierend, also mit Reinvestierung der Erträge, ausgerichtet werden.

Vor dem 1. Januar 2009 reagieren! Auch das so genannte Halbeinkünfteverfahren, nach dem die Dividenden nur zu 50 Prozent versteuert wurden, gibt es dann nicht mehr. Zudem wird der Sparerpauschbetrag auf 801 Euro (1.602 Euro für Verheiratete) gesenkt. Weitere Werbungskosten, die dieses Limit übersteigen, werden also nicht berücksichtigt. Wichtig: Wertpapiere, die bis zum 31. Dezember 2008 gekauft wurden und werden, unterliegen noch nicht der Abgeltungssteuer. Deshalb sollte der Anleger mit Ruhe vor diesem Termin reagieren. „Wir werden jetzt wahrscheinlich viele kurzfristig orientierte Produkte sehen, die nur bis Ende 2008 laufen, denn so können die Kursgewinne noch unversteuert mitgenommen werden“, heißt es aus Branchenkreisen.

Gewinner und Verlierer. Das neue Gesetz trifft die Anlageformen unterschiedlich. Manche profitieren, manche verlieren. Besser dran sind etwa Käufer von Festverzinslichen, denn die haben ja keine Dividende. Schlechter dran sind natürlich alle Aktionäre. Viele dürften die Galgenfrist nutzen und so viele Aktien wie nur irgend möglich kaufen. Allerdings: Man sollte nicht nur aus steuerlichen Gründen blindlings auf eine Anlageklasse setzen.

A&W-O-TON

X von nix

„Es gibt gute Argumente für die Abgeltungssteuer: 25 Prozent Steuern auf einen Betrag von X sind besser als 42 Prozent auf gar nix.“ Finanzminister Steinbrück zur derzeitigen Höchstbesteuerung von 42 Prozent.

A&W-KOMPAKT

So wirkt sich die Abgeltungssteuer aus

Wer profitiert?

  • AnleihenSparer mit hohem Steuersatz müssen nur noch 25 Prozent zahlen.
  • PfandbriefeGleiche Vorteile wie bei Anleihen, Papiere dürfen allerdings nicht unter dem Nennwert notieren.
  • BausparverträgeWeil sie nur geringe Habenzinsen haben, auch die späteren Sollzinsen sind moderat.
  • HybridanleihenAuch sie werden durch die Steuerbegrenzung auf 25 Prozent interessanter.

Wer verliert?

  • AktienAbgeschafft werden das Halbeinkünfteverfahren und die Spekulationsfrist.
  • GenossenschaftsanteileAusschüttungen werden versteuert.
  • ZertifikateRenditen sind immer steuerpflichtig.
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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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