BANKGESPRÄCH

Die besten Tipps für das erste Bankgespräch

Der Businessplan eines Praxisgründers steht. Jetzt geht es um die Finanzierung – und der erste Gang zur Bank ist fällig. Wie wird das Gespräch laufen? Unsere Experten geben neun wichtige Tipps für‘s erste Bankgespräch.

1. Unterlagen in Schuss bringen.
Fürs erste Gespräch bei der Bank sind viele Unterlagen nötig. Bereiten Sie eine Kurzfassung Ihres Businessplans vor. Sie brauchen die wesentlichen Infos zu Ihrem Praxiskonzept, dem Alleinstellungsmerkmal, der Fachgruppen- und Marktsituation.

2. Die richtige Bank finden.
Die ersten Gesprächspartner sollten von Ihrer Hausbank kommen, mit der Sie seit Jahren in Kontakt stehen. Die Banker kennen Sie – und die örtlichen Rahmenbedingungen. Scheuen Sie sich aber nicht, auch mit anderen Banken zu verhandeln.

3. Selbstbewusst auftreten.
Ihren Kredit bezahlen Sie mit den vereinbarten Zinsen – in die Rolle eines Bittstellers müssen Sie daher nicht schlüpfen. Treten Sie selbstbewusst auf, ohne deshalb aber überheblich zu werden. Aktives Zuhören sorgt für eine gute Atmosphäre, fassen Sie wesentliche Punkte kurz zusammen. Überlegen Sie vorher, was an Ihrer Praxisidee Skepsis auslösen könnte. Dann können Sie gleich auf die richtigen Argumente zurückgreifen.

4. Gedanken auf den Punkt bringen.
Sie müssen Ihre Ideen klar und verständlich ausdrücken. Praxis-, Marketingkonzept sowie Finanzplan – binnen Minuten sollten Sie diese Aspekte Ihrer Gründung auf den Punkt bringen. Üben Sie diese Passagen des Gesprächs zu Hause, erzählen Sie Freunden von Ihrer Idee.

5. Unternehmerische Fähigkeiten beweisen.
Um eine Praxis erfolgreich zu starten, sind viele Tugenden nötig: Selbstdisziplin, Überzeugungskraft, Ausdauer, soziale Kompetenz. Zeigen Sie, dass Sie das drauf haben.

6. Kaufmännisches Wissen zeigen.
Zu Ihren Unterlagen für das Bankgespräch gehören auch ein Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan, und die Rentabilitätsvorschau. Mit diesen Dokumenten machen Sie deutlich, dass Sie mit Zahlen umgehen können.

7. Kreditwürdigkeit herausstellen.
Jede Bank stellt sich die Frage, ob Sie in der Lage sind, Ihren Kredit zurückzuzahlen – und ob Sie das überhaupt wollen. Ein Blick in die Vergangenheit hilft da weiter: Wie sah bisher Ihre private Kontoführung aus? Haben Sie Ihre Schulden immer ordentlich beglichen? Zusätzlich lässt sich eine Auskunft bei der Schufa einholen.

8. Eigenkapital aufbringen.
Mindestens 20 Prozent Eigenkapital müssen Sie aufbringen. Das sind die eigenen Mittel, die Sie für die Gesamtfinanzierung brauchen. Eigenkapital ist wichtig, weil es eine gewisse Unabhängigkeit und Stabilität der Praxis möglich macht.

9. Fachbegriffe beherrschen.
Eigen- oder Fremdkapital? Umlauf- oder Anlagevermögen? Diese Begriffe dürfen für Sie keine böhmischen Dörfer sein. Im Gespräch mit der Bank sollten Sie zeigen, dass Sie die grundlegenden Fachbegriffe der Finanzbranche beherrschen. Haben Sie hier Lücken, sollten Sie Ihre Kenntnisse in diesem Bereich auf Vordermann bringen – nur dann werden Sie erfolgreich mit dem Bankmitarbeiter sprechen können.

 

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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