Sparen mit dem Geld vom Staat

Reiche Rente: So legen Sie das Kindergeld am profitabelsten an

Um für den Nachwuchs finanziell vorzusorgen, müssen Ärzte nicht zwingend Geld aus dem eigenen Vermögen investieren. Mit den Zuschüssen vom Staat lässt sich auch schon ein schönes Polster aufbauen. Wie man das Kindergeld idealerweise anlegen sollte, zeigt Ihnen der folgende Beitrag.

Eine Familie erhält 2017 in Deutschland für das erste und zweite Kind monatlich jeweils 192 Euro vom Staat. Würde dieses Kindergeld konsequent in einen Aktien- bzw. später in einen Mischfonds investiert und bis zum Ruhestand des Nachwuchses nicht angerührt, müsste sich eigentlich niemand mehr Gedanken um seine künftige Rente machen – zumindest dann nicht, wenn die Erträge in der Nähe dessen liegen, was weltweite Aktien und Anleihen seit dem Jahr 1900 erzielten: 5,1 % p.a. für Aktien und 1,8 % für Anleihen – wohlgemerkt Zahlen, in die zwei verheerende Weltkriege und globale Wirtschaftskrisen eingeflossen sind!*

Bei Kindergeldzahlung bis zum 25. Lebensjahr spart ein Kind eine Summe von 115.895 Euro an (300 Einzahlungen à 192 Euro, die sich jährlich mit 5,18 % verzinsen.).

Dieser Betrag bleibt danach für weitere 20 Jahre im Aktienfonds, der sich mit derselben Rate verzinst. Nach 45 Jahren Lebenszeit verfügt der Modellanleger nun über 318.220 Euro.

Er/sie verkauft die Hälfte der Anteile, weil er zur Risikominderung je zur Hälfte in Aktien und Anleihen investieren will. Somit steht nach Abzug der Kapitalertragsteuer ein Betrag von 245.000 Euro zur Verfügung, der sich in den nächsten 20 Jahren mit jährlich 3,5 % verzinst.

Im Alter von 65 Jahren freut sich unser Modellanleger, weil aus den eingezahlten 245.000 Euro mit 486.483 Euro fast doppelt so viel geworden ist.

Wer im Ruhestand 400.000 Euro zu einem Zins von 2,3 % (60 % Anleihen, 40 % Aktien) anlegt, erhält in den nächsten 25 Jahren neben seinen sonstigen Bezügen monatlich weitere 1.700 Euro.

Zugegeben: 5,1 % Zinsen pro Jahr: das ist derzeit eigentlich wohl nur über Aktienrendite möglich. Doch auch mit etwas weniger Rendite lässt sich für die Kinder ein gutes finanzielles Polster aufbauen – und das, ohne jemals einen eigenen Cent angespart zu haben!

  • Quelle: Elroy Dimson, Paul Marsh, Mike Staunton: „Triumph of the Optimists“ (2002), weitere Recherchen der Autoren im „Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook“ (2017)
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Author's imageDr. Siegfried HammerlGeschäftsführer bei PAS Dr. Hammerl

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