Wenn der Urlaub ein Reinfall war

Probleme im Urlaub: Reklamieren Sie, es lohnt sich!

Urlaub ist nicht immer die schönste Zeit des Jahres: Aber Kakerlaken, Baulärm und verschmutzte Strände können die schönste Zeit vermiesen. Nehmen Sie solche Mängel nicht hin und holen Sie Ihr Geld zurück! Wie? Daserklärt Ihnen unser Autor.

Nach einem verpatzten Urlaub haben viele keine Lust, sich mit Reiseveranstaltern, Rechtsanwälten und Gerichten herum zu schlagen. Falsch! Denn inzwischen schlagen sich immer mehr Richter auf die Seite der Urlauber. Es rentiert sich in vielen Fällen, Miss-Stände nicht einfach zu akzeptieren. Allein die Drohung vor Gericht zu ziehen, lässt viele Veranstalter kompromissbereit werden.

Denn die wissen, dass sich die Juristen an der so genannten „Frankfurter Tabelle“ orientieren. Die listet haarklein auf, wie viel man bei bestimmten Mängeln zurückfordern kann. Vom verschmutzen Esstisch über den leeren Pool bis zum Ungeziefer, für praktisch jeden erdenklichen Mangel gibt es ungefähre Entschädigungs- Sätze. Die Übersicht wurde vom Landgericht Frankfurt entwickelt. Die Prozentsätze geben einen ersten Anhaltspunkt für Preisminderungen.

Der Fehler muss im Verantwortungsbereich des Reiseveranstalters liegen, dann haftet dieser. Dazu gehören auch Ereignisse durch höhere Gewalt, soweit sich diese auf die geschuldete Leistung unmittelbar auswirken. Ein Mangel kann somit insbesondere vorliegen, wenn

  • eine einzelne Reiseleistung nicht oder schlecht erfüllt wird,
  • der Vertragszweck nicht erfüllt wird,
  • die einzelnen Leistungen nicht genügend aufeinander abgestimmt sind,
  • der Reiseveranstalter sonstige Pflichten nicht eingehalten hat, zum Beispiel seine Informations- oder Aufklärungspflicht.

Miss-Stände festhalten. Allerdings hilft bloßes Beschweren im Nachhinein wenig, die Gründe und Umstände des Ärgernisses müssen eindeutig und nachprüfbar sein. Also Fotos machen, vor Ort gleich die Mängel anzeigen, Protokoll aufsetzen und eventuell von Zeugen bestätigen lassen. Eine Touristin empörte sich mal bei TUI: „Auf 24 Damen kam nur ein Reiseleiter!“ Pech hatte allerdings ein Pauschalurlauber aus Hamburg auf Sri Lanka. Er beschwerte sich bei seinem Reisebüro über unerträglichen Nachtlärm. Wie sich herausstellte, war es aber nur das Meeresrauschen…

Im Zeitalter des Massentourismus haben die Reisenden freilich kleinere Unannehmlichkeiten zu ertragen. Als solche wurde vom Landgericht Köln beispielsweise eingestuft: Lärm durch entfernte Diskotheken, Beeinträchtigungen durch Insektenstiche, unvorhergesehene Zwischenlandungen sowie Verspätungen beim Transfer vom Hotel zum Flughafen. …

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