Investieren statt spekulieren

Rendite: Wie Ihr Geld für Sie arbeitet

Rendite entsteht nicht durch Bankberater und Fondsmanager sondern durch Arbeit und Wirtschaften. Investoren sind deshalb die eindeutigen Gewinner gegenüber Spekulanten. Anleger sollten sich von einer Suggestion verabschieden, meint Finanzexperte Davor Horvat*.

Ein Arzt oder eine Ärztin sind mit  ihrer Praxis immer auch Unternehmer. Schaffen sie sich eine neue Medizintechnik an, dann unter anderem auch deshalb, um mit der neuen Behandlungstechnik zusätzliche Privatleistungen abrechnen zu können. Sie streben dadurch eine Umsatzsteigerung an und wollen die Praxisrendite, den Gewinn  erhöhen. Das Geld dafür besorgen sie sich in der Regel bei einer Bank, das Geld „arbeitet“.

Nicht groß anders als bei dem Bankkredit funktionieren die Kapitalmärkte. Sie dienen dazu, Unternehmen und Staaten Kapital zur Verfügung zu stellen. Ein Unternehmen hat dabei zwei Möglichkeiten, sich Kapital am Markt – genauer: an Börsen – zu beschaffen. Zum einem über die Ausgabe von Aktien; Investoren sprechen hier vom Markt für Beteiligungskapital. Zum zweiten über die Vergabe von festverzinslichen Anleihen. Bei diesen Wertpapieren handelt es sich letztlich um Darlehen.

Rendite entsteht durch Arbeit, nicht durch Papiere

Mit diesem Finanzkapital und anderen Ressourcen produziert ein Unternehmen Waren und Dienstleistungen, die mit Gewinn verkauft werden. Das Geld arbeitet. Aus dem Gewinn zahlt das Unternehmen die Zinsen für die Unternehmensanleihe oder die Dividende für die Aktionäre. Macht das Unternehmen anhaltend Gewinne und reinvestiert es diese Mittel, steigt der Unternehmenswert und damit auch der Wert der Aktien.

Diese einfache Darstellung ist für das Grundverständnis privater Kapitalanleger sehr wichtig. Es wird klar, wo die Rendite von solchen Börsenpapieren entsteht. Nämlich in den Unternehmen durch die Arbeit von Angestellten und Arbeitern, sowie durch ein kluges Management. Und nicht, wie uns Banken immer wieder suggerieren, weil Aktien und Anleihen eben Wertpapiere sind oder weil deren Aktienfondsmanager und Anlageberater ihr Geschäft so gut verstehen. Ohne die Arbeit in den Unternehmen, finanziert durch Anleger, kann kein Aktienfonds der Welt Rendite machen. Und genau genommen brauchen Anleger die teuren Fondsmanager gar nicht: Eine deutliche Mehrheit von ihnen bleibt unter den Renditen der nicht gemanagten Fonds, die nur Märkte oder Branchen widerspiegeln: Die so genannten Exchange traded funds (ETF).

Die beiden klassischen Anlageklassen – Aktien und Anleihen – stehen Anlegern weltweit in etwa 44 Ländern zur Verfügung. Der Aktienmarkt bietet dabei Anlegern weltweit Zugang zu etwa 12.000 öffentlich gehandelten Unternehmen. Aktien sind grundsätzlich risikoreicher als Anleihen. Gewinne können ausbleiben und damit auch die Dividenden oder der Unternehmenswert kann sinken, damit auch die Kurse. Zur Abfederung von Risiken können Anleger beispielsweise über ETFs das Risiko auf viele verschiedene Papiere, Branchen oder Länder verteilen, ihr Portfolio diversifizieren.

Langfristig orientierte Anleger werden an den Kapitalmärkten immer mit einer positiven Rendite belohnt. Investoren die von 1988 bis August 2016 in die 30 größten Unternehmen in Deutschland konstant investiert haben, freuen sich heute über eine durchschnittliche Rendite pro Jahr von 8,58 Prozent. Ihr Vermögen hat sich in dieser Zeit um das 10-Fache vermehrt. Allerdings verpassten diese Anleger die weltweiten Kapitalmarktrenditen. Denn in der gleichen Zeit erzielten Investoren mit den 500 größten Unternehmen Amerikas eine Rendite von 10,70 Prozent pro Jahr, was eine Steigerung um das 18-Fache des Vermögens bedeutet.

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